Die Volkswirtschaft ist der beste Indikator für die Arbeitszufriedenheit

Die Volkswirtschaft ist der beste Indikator für die Arbeitszufriedenheit
Die Volkswirtschaft ist der beste Indikator für die Arbeitszufriedenheit
Anonim

Das nationale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein stärkerer Indikator für die Arbeitszufriedenheit als die persönlichen oder arbeitsbezogenen Merkmale der Arbeitnehmer, berichtet das March Journal of Occupational and Environmental Medicine, offizielle Veröffentlichung des American College of Occupational and Environmental Medizin (ACOEM).

Als makroökonomischer Indikator ist das BIP laut einer Studie von Dr. Christoph Augner von den Universitätskliniken der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität der beste Prädiktor für die Arbeitszufriedenheit – selbst im Vergleich zu individuellen Maßen für den Karrierefortschritt oder die psychische Gesundheit, Salzburg, Österreich.

Dr. Augner analysierte Faktoren im Zusammenhang mit der Arbeitszufriedenheit anhand von Daten aus 28 Ländern der Europäischen Union. Er fand heraus, dass die Arbeitszufriedenheit mit einer Vielzahl persönlicher, organisatorischer, berufsbezogener sowie politischer und wirtschaftlicher Faktoren zusammenhängt.

Jedoch, in einem statistischen Modell, das alle signifikanten Variablen vergleicht, war das BIP – das die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes misst – der einzelne beste Indikator für die Arbeitszufriedenheit der Arbeitnehmer. Das BIP war sogar im Vergleich zu den stärksten Faktoren auf individueller Ebene der beste Prädiktor: Perspektiven des beruflichen Aufstiegs von Arbeitnehmern und Werte für depressive Symptome.

"Arbeitszufriedenheit ist ein Schlüsselindikator für die Beurteilung der Qualität von Arbeitsplätzen und [steht] oft im Zusammenhang mit den Gesundheitsergebnissen der Mitarbeiter", so der Autor. Während frühere Studien persönliche und betriebliche Faktoren im Zusammenhang mit der Arbeitszufriedenheit identifiziert haben, ist weniger über die Auswirkungen makroökonomischer Faktoren wie BIP und Arbeitslosenquote bekannt.Dr. Augner fügt hinzu: „Es gibt zunehmend wissenschaftliche Beweise dafür, dass Makroökonomie für gesundheitsbezogene Ergebnisse bei Mitarbeitern relevant ist.“

Von den zahlreichen untersuchten Faktoren ist das nationale BIP der beste Indikator für die Arbeitszufriedenheit. Dr. Augner merkt an, dass ein kürzlich entwickelter „Social Progress Indicator“– der Maßnahmen für grundlegende menschliche Bedürfnisse, Wohlbefinden und Möglichkeiten integriert – mit dem BIP in Beziehung steht, aber kein signifikanter Indikator für die Arbeitszufriedenheit ist. Er kommt zu dem Schluss: „Unsere Studie zeigt, dass beim Umgang mit der Arbeitszufriedenheit makroökonomische Perspektiven berücksichtigt werden müssen.“

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