Der Sicherheitsbranche mangelt es an Standards und Ausbildung, heißt es im Bericht

Der Sicherheitsbranche mangelt es an Standards und Ausbildung, heißt es im Bericht
Der Sicherheitsbranche mangelt es an Standards und Ausbildung, heißt es im Bericht
Anonim

Obwohl die Wachdienstbranche nach dem 11. September 2001 eine wichtigere Rolle spielte, wird sie in vielen Bundesstaaten weiterhin von unzureichender Ausbildung und Standards geplagt, wie neue Forschungsergebnisse von Kriminologen der Michigan State University zeigen.

Die formelle Ausbildung der mehr als 1 Million privaten Sicherheitsbeamten des Landes wird weitgehend vernachlässigt, ein überraschender Befund im Vergleich zu anderen privaten Berufen wie Sanitätern, Kinderbetreuern und sogar Kosmetikern, sagte Mahesh Nalla, leitender Ermittler und MSU-Professor von Strafjustiz.

Im Großen und Ganzen sagen Sicherheitskräfte, dass sie nicht darauf vorbereitet sind, mit problematischen Menschen und körperlichen Auseinandersetzungen umzugehen und sich selbst zu schützen. Sie befürworten nachdrücklich die Notwendigkeit systematischer und standardisierter Schulungen in der 7-Milliarden-Dollar-Industrie.

„Es ist vernünftig zu schlussfolgern, dass die private Sicherheit weiterhin eine unterregulierte Branche ist, trotz der zunehmenden Rolle, die private Sicherheitskräfte im Leben der Menschen spielen, und der Tatsache, dass sie vereidigten Polizeibeamten in Amerika zahlenmäßig weit überlegen sind“, sagte Nalla.

Die Zahl der unbewaffneten Sicherheitskräfte hat sich seit 1980 auf etwa 1,1 Millionen etwa verdoppelt, verglichen mit etwa 833.000 Polizisten. Die Bedrohung durch Terrorismus nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat das Bewusstsein für die Rolle geschärft, die Sicherheitskräfte beim Informationsaustausch mit den Strafverfolgungsbehörden spielen könnten.

Angesichts der zunehmenden Rolle der Sicherheitskräfte untersuchten Nalla und ihre Kollegen, ob Staaten mit der Verschärfung von Mindeststandards und -anforderungen Schritt geh alten haben.

Diese Studie, die im Security Journal veröffentlicht wurde, stellte keine dramatische Zunahme der Strenge der Branchenvorschriften seit 1982 fest. Tatsächlich fehlen in vielen Bundesstaaten noch immer jegliche Ausbildungsstandards – was bedeutet, dass Sicherheitskräfte bei der Arbeit lernen müssen, wenn ihr Unternehmen dies nicht tut. keine Ausbildung anbieten - während einige Staaten keine Mindestausbildung oder sogar eine Überprüfung des kriminellen Hintergrunds für Wachen verlangen.

Eine zweite Studie von Nalla, ebenfalls im Security Journal, stützte sich auf eingehende Interviews mit Sicherheitsbeamten. Während einige Wachen aufgrund früherer Erfahrungen als Polizisten improvisieren konnten, glaubten viele andere, dass der Mangel an Ausbildung ein Hindernis für die effektive Erfüllung ihrer Aufgaben sei.

Nalla stellte fest, dass die private Sicherheit eine relativ schlecht bezahlte Branche mit hoher Fluktuation ist, was es schwierig machen kann, qualifiziertes Wachpersonal einzustellen, insbesondere für kleine Sicherheitsunternehmen. Er fügte hinzu, dass viele andere Regionen auf der ganzen Welt, einschließlich Australien und Europa, strengere Standards und Verantwortlichkeiten für ihre private Sicherheitsbranche haben.

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