Steigende Nachfrage nach Sozialarbeitern in China

Steigende Nachfrage nach Sozialarbeitern in China
Steigende Nachfrage nach Sozialarbeitern in China
Anonim

Die Nachfrage nach Sozialarbeitern und einem funktionierenden Sozialsystem steigt in China. Innerhalb der nächsten zehn Jahre erwartet das Land, dass Sozialarbeiter über 1,4 Millionen Fachkräfte umfassen werden. Schwedische Forscher des Instituts für Sozialarbeit gehen voran, indem sie ihr Wissen über Forschungsmethoden und die Akademisierung der Sozialarbeit mit chinesischen Universitäten teilen.

"Sozialarbeit ist ein relativ neues Phänomen in China. Heute hat das Land weltweit die meisten Menschen, die Sozialhilfe benötigen. Es besteht definitiv Bedarf, mehr über Sozialarbeit in China zu lernen", sagt Björn Gustafsson, Professor für Sozialarbeit am Institut für Sozialarbeit der Universität Göteborg.

Björn Gustafsson hat zusammen mit schwedischen Kollegen vom Institut für Sozialarbeit die Initiative ergriffen, mit der Fudan-Universität in Shanghai zusammenzuarbeiten. Unter anderem tauschen die Universitäten Lehrkräfte aus und die Universität Göteborg beherbergt mehrere chinesische Postgraduierte auf dem Campus. Außerdem organisierte die Abteilung für Sozialarbeit kürzlich einen Workshop zur Sozialarbeitsforschung an der Fudan-Universität, der zu einer Sonderausgabe des China Journal of Social Work führte.

"Schweden hat eine lange Tradition in der Sozialarbeit und schwedische Forscher auf diesem Gebiet haben Zugang zu großen Forschungsdatenbanken über die unterschiedlichen sozialen Status von Haush alten. In China besteht ein großes Interesse daran, mehr über unser Sozialsystem zu erfahren und unsere wissenschaftlichen Forschungsmethoden", sagt Björn Gustafsson.

Der Übergang zu einer freien Marktwirtschaft ist einer der Gründe, warum China große gesellschaftliche Veränderungen durchmacht, fügt er hinzu. Seit dem neuen Jahrtausend wurden sowohl Wohnungen als auch Arbeitseinheiten privatisiert und staatliche Unternehmen haben zig Millionen Arbeiter entlassen.Arbeitslosigkeit taucht als soziales Problem auf. Außerdem ziehen viele chinesische Landbewohner jetzt in städtische Gebiete, was die soziale Infrastruktur herausfordert, erklärt Gustafsson.

"Vor diesem Hintergrund ist der rasche Ausbau eines Sozialhilfesystems zunächst in den Städten und neuerdings auch in den ländlichen Gebieten zu sehen", sagt Björn Gustafsson.

Als Björn Gustafsson Anfang der 90er Jahre zum ersten Mal nach China kam, war er einer der ersten westlichen Forscher, der die Statistiken zur Einkommensverteilung und Armut im Land analysierte.

"Heute gibt es viele chinesische Forscher, die sowohl zur akademischen Literatur als auch zu politischem Material beitragen", sagt er.

Am 8. Mai veranst altet die Abteilung für Sozialarbeit ein Entlassungsseminar an der Universität Göteborg basierend auf der Sonderausgabe des China Journal of Social Work.

Beliebtes Thema