Der Standort spielt eine Rolle, wenn es um Geschäftsabschlüsse geht, sagt eine neue Studie

Der Standort spielt eine Rolle, wenn es um Geschäftsabschlüsse geht, sagt eine neue Studie
Der Standort spielt eine Rolle, wenn es um Geschäftsabschlüsse geht, sagt eine neue Studie
Anonim

Sogar Sechsjährige wissen, neben wem man sitzt, ob in der ersten Klasse oder bei einem hochkarätigen Abendessen.

Aber jetzt liefert eine neue Studie, die die US-Senatskammer als Labor nutzt, dokumentierte Beweise für dieses Phänomen. Es zeigt, dass der Standort einer Person beeinflusst, mit wem sie interagiert und an wen sie sich wendet, um Unterstützung für ihre eigene Agenda aufzubauen.

Für die Mächtigen macht die Sitzordnung jedoch keinen großen Unterschied. Das liegt daran, dass die Leute, von denen sie Unterstützung brauchen, normalerweise zu ihnen kommen.

Die Forscher der Studie wählten den Senat als "Fenster dafür, wie Menschen Unterstützung für ihre Initiativen sammeln", sagte Christopher Liu, Assistenzprofessor für strategisches Management an der Rotman School of Management der Universität von Toronto.Prof. Liu führte die Studie mit der Rotman-Doktorandin Jillian Chown durch.

Der Senat war wegen seiner reichh altigen Aufzeichnungen ideal zum Studium. Die Forscher analysierten Co-Sponsoring-Muster für Gesetzentwürfe, die zwischen 1979 und 2001 vorgeschlagen wurden. Dies wurde mit Sitzplänen verglichen, die für denselben Zeitraum aufbewahrt wurden. Es wurde eine detaillierte Analyse der Entfernung zwischen den Schreibtischen bestimmter Senatoren durchgeführt, um die Wahrscheinlichkeit zu testen, dass Senatoren, die näher beieinander sitzen, ähnliche Gesetzentwürfe mittragen könnten.

Die Studie ergab, dass die Co-Sponsoring für den Gesetzentwurf eines Senators eher von denen ausging, die in seiner Nähe saßen. Senatoren, die eng beieinander saßen, waren auch eher bereit, dieselben Gesetzentwürfe zu unterstützen. Ältere – und damit mächtigere – Senatoren waren jedoch nicht auf ihren Sitz im Senat angewiesen, um Gesetzesinitiativen zu unterstützen.

Obwohl die Studie in einem politischen Forum stattfand, haben ihre Ergebnisse Auswirkungen auf andere Organisationen, die versuchen, besser zu verstehen, wie wichtig es ist, wo sich ihre Mitarbeiter befinden und wie sie die Interaktionen zwischen ihnen fördern können.

"Die geografische Lage ist ein Managementhebel", sagte Prof. Liu. "Man kann Leute nicht zwingen, miteinander zu arbeiten. Aber man kann sie dazu bringen, sich ein Badezimmer zu teilen oder auf dem Flur aneinander vorbeizugehen."

Die Studie erscheint demnächst im Strategic Management Journal.

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