Wenn du arm wirst, kannst du jemals wieder glücklich sein?

Wenn du arm wirst, kannst du jemals wieder glücklich sein?
Wenn du arm wirst, kannst du jemals wieder glücklich sein?
Anonim

Arm zu werden macht durch den Einkommens- und Statusverlust sofort unglücklich und wird auch langfristig nicht besser. Dies war das wichtigste Ergebnis einer Studie von Wirtschaftsprofessorin Conchita D'Ambrosio von der Universität Luxemburg und Kollegen aus Frankreich und Italien.

"Es ist zu erwarten, dass die Armen weniger zufrieden mit dem Leben sind als die Wohlhabenden, aber wir wollten testen, ob sich das Wohlbefinden wieder erholt, wenn sich der Einzelne im Laufe der Zeit anpasst", erklärte Prof. D'Ambrosio. Daten und laufende Interviews mit über 45.000 Menschen, die von 1992 bis 2011 in Deutschland lebten, zeigten keine Hinweise auf eine solche Anpassung.Das Forschungsteam stellte fest, dass diese Schlussfolgerung auch dann zutraf, wenn unterschiedliche Definitionen von Armut verwendet und gleichzeitige Lebensereignisse wie Arbeitslosigkeit, Trauer, Behinderung und Ruhestand berücksichtigt wurden. Obwohl sich diese Studie auf die Selbsteinschätzung des eigenen Wohlbefindens durch Einzelpersonen stützt, hat sich dies in anderen Untersuchungen als ziemlich zuverlässiges Maß erwiesen.

So hat zum Beispiel ein starker Einkommensrückgang (auf die Hälfte der Armutsgrenze) die gleichen negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden wie eine Beziehungstrennung. Selbst das Unterschreiten der Armutsgrenze hat erhebliche negative Auswirkungen. In beiden Fällen hält der Rückgang des Wohlbefindens an, solange das Einkommen auf dem neuen niedrigen Niveau bleibt.

Neue Perspektiven auf ein heißes Thema

Diese Erkenntnis ist ein wertvoller Beitrag zur Debatte darüber, ob Geld die Quelle des Glücks ist. Es gibt umfangreiche Untersuchungen darüber, was passiert, wenn das Einkommen steigt. Es überrascht nicht, dass reichere Menschen mit ihrem Leben zufriedener sind, aber mit der interessanten Nuance, dass die Zufriedenheit ab einem bestimmten Einkommen mit abnehmender Rate steigt.Dieses Papier ist eines der wenigen, das sich mit den Auswirkungen sinkender Einkommen befasst. „Obwohl es wahr sein mag, dass mehr Geld keine langanh altenden Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat, wird der Einkommensrückgang, der zu Armut führt, nie vergessen“, sagte Prof. D'Ambrosio.

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