Einführung klimafreundlicher globaler Liefernetzwerke

Einführung klimafreundlicher globaler Liefernetzwerke
Einführung klimafreundlicher globaler Liefernetzwerke
Anonim

In einem Nature Commentary schlägt er eine Gemeinschaftsinitiative vor, um Wirtschaftsdaten auf der neuen Website zeean.net zu sammeln. Ziel ist es, Wirtschaftsströme besser zu verstehen und dadurch eine Transformation unserer Lieferketten in ein stabiles, klimafreundliches Netzwerk herbeizuführen, das unsere Gesellschaften weniger anfällig für zukünftige Klimaauswirkungen macht.

„Stürme, Überschwemmungen oder Dürren an einem Ort können weltweit erhebliche Auswirkungen haben“, erklärt Levermann. „Nehmen Sie zum Beispiel die verheerende Flut in Thailand im Jahr 2011: Die lokalen Auswirkungen waren verheerend. Ihre Auswirkungen auf die Festplattenproduktion machten sie auch zu einem globalen Ereignis, das monatelang einen weltweiten Mangel verursachte.„Stoff-, Kommunikations- und Energieflüsse, ihre Wechselwirkungen und Marktdynamiken können klimatischen Extremen ausgesetzt sein – direkt aber auch indirekt über ihre Lieferketten.“Soll das damit verbundene Risiko und die Anfälligkeit gegenüber Klimafolgen in die Planung von Unternehmen einbezogen werden bzw öffentlicher Einrichtungen ist der erste Schritt, die gefährdeten Engpässe unserer globalen Versorgungsnetze zu identifizieren“, sagt Levermann.

Offene Daten und Open-Source-Algorithmen

Mit der neu gelaunchten Website zeean.net möchte Levermann ein Gemeinschaftsprojekt anstoßen, um eine Datenbank für globale Wirtschaftsnetzwerke von beispielloser Vollständigkeit zu erstellen. Um die Auswirkungen von Klimaextremen zu untersuchen, werden sehr detaillierte Informationen benötigt. Ähnlich der Architektur von Wikipedia kann jeder registrierte und geprüfte Benutzer von zeean.net Daten über Ströme zwischen verschiedenen regionalen Wirtschaftssektoren eingeben, während jede veröffentlichte Information von anderen Benutzern gegengeprüft und validiert wird, um die Eingabequalität zu bewerten.Die Idee ist, eine Community zu initiieren, die ein System von Checks-and-Balances für eine hohe Genauigkeit der Daten schafft. Es werden nur Open Sources verwendet und es werden nur Open-Source-Algorithmen und Analysetools verwendet, um maximale Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

Bisher erfassen und nutzen weltweit nur wenige Forschungsgruppen Lieferkettendaten. zeean.net wird auf der Arbeit australischer Forscher der University of Sydney aufbauen und Informationen über Wirtschaftsströme zwischen 26 Sektoren in 186 Regionen der Welt während der letzten 23 Jahre bereitstellen. Mit jeder hinzugefügten gültigen Information wird zeean.net genauer und umfassender, während die Benutzer sehen, wie sich ein Netzwerk entwickelt, das die Konnektivität von Lieferketten darstellt und es ermöglicht, fragile Verbindungen zu identifizieren. Schließlich sollen die ökonomischen Daten mit Wahrscheinlichkeitsabschätzungen zukünftiger Klimaextreme aus globalen und regionalen Klimafolgenmodellen kombiniert werden.

"Unsere wachsende Einsicht in klimatische Extreme muss durch zunehmendes Wissen über die Flüsse von Ressourcen, Gütern, Energie und Informationen ergänzt werden, die unsere Gesellschaften am Laufen h alten", sagt Levermann.„Die Veröffentlichung dieser Informationen könnte eine selbstorganisierte Dynamik in unserem globalen Liefernetzwerk hervorrufen und unsere Volkswirtschaften hoffentlich widerstandsfähiger gegen zukünftige Klimaextreme machen.“

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