Elfenbeinverbrennung und Kartelle: Wiederholen die Anti-Wilderei-Bemühungen die Fehler des „War on Drugs“?

Elfenbeinverbrennung und Kartelle: Wiederholen die Anti-Wilderei-Bemühungen die Fehler des „War on Drugs“?
Elfenbeinverbrennung und Kartelle: Wiederholen die Anti-Wilderei-Bemühungen die Fehler des „War on Drugs“?
Anonim

Illegale Wilderei, angeheizt durch die Nachfrage nach alternativen „Medikamenten“und Luxusgütern auf den asiatischen Märkten, geht unvermindert weiter. Als Reaktion darauf werden beispiellose Finanzmittel in die Durchsetzung investiert, während Ereignisse wie die öffentliche Verbrennung von beschlagnahmtem Elfenbein in China dazu dienen, das Problem publik zu machen.

Die Forschung in Conservation Letters fragt jedoch, ob diese Maßnahmen die Fehler des „War on Drugs“wiederholen, da ihnen eine langfristige Strategie fehlt, um die wachsende Wohlstandslücke zwischen afrikanischen Angebotsgebieten und asiatischen Nachfragezentren anzugehen, die eine zentrale Dynamik des Problems bleibt.

Die Autoren zeigen auch, wie Handelsverbote den Preis von gewilderten Waren in die Höhe treiben können, was wiederum die Beteiligung organisierter Krimineller fördert, die wie Drogenkartelle operieren.

"Ein Großteil der aktuellen Erzählung über Reaktionen auf Wilderei und illegalen Handel mit Wildtieren konzentriert sich auf verstärkte Durchsetzungsbemühungen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei. Wir argumentieren, dass dieser Ansatz Gefahr läuft, den gleichen Fehler zu machen wie der "Krieg gegen Drogen", weil es die wirklichen Treiber der Wilderei nicht anspricht, zum Beispiel die steigende Nachfrage in Ostasien und die wachsende relative Armut auf nationaler und internationaler Ebene", sagte Daniel Challender von der University of Kent. "Um Arten zu erh alten, müssen wir in lokalen Gemeinschaften Kapazitäten dafür aufbauen und angebotsbasierte Ansätze und Programme zur Reduzierung der Nachfrage auf der Grundlage weiterer Forschung in Betracht ziehen."

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