Ein Prozent der Bevölkerung ist für 63% der Gew altverbrechen verantwortlich, enthüllt eine schwedische Studie

Ein Prozent der Bevölkerung ist für 63% der Gew altverbrechen verantwortlich, enthüllt eine schwedische Studie
Ein Prozent der Bevölkerung ist für 63% der Gew altverbrechen verantwortlich, enthüllt eine schwedische Studie
Anonim

Die Mehrheit aller Gew altverbrechen in Schweden wird von einer kleinen Anzahl von Menschen begangen. Sie sind fast alle männlich (92 %), die früh im Leben Gew altkriminalität entwickeln, Probleme mit Drogenmissbrauch entwickeln, oft mit Persönlichkeitsstörungen diagnostiziert werden und eine große Anzahl gew altfreier Verbrechen begehen. Dies sind die Ergebnisse von Forschern der Sahlgrenska Academy, die 2,5 Millionen Menschen in schwedischen Strafregistern und Bevölkerungsregistern untersucht haben.

In dieser Studie verglichen die Göteborger Forscher alle Verurteilungen wegen Gew altverbrechen in Schweden zwischen 1973 und 2004 mit dem landesweiten Bevölkerungsregister für die zwischen 1958 und 1980 Geborenen (2,5 Millionen).

Von den 2,5 Millionen in die Studie eingeschlossenen Personen wurden 4 Prozent wegen mindestens eines Gew altverbrechens verurteilt, insgesamt 93.642 Personen. Von diesen mindestens einmal Verurteilten wurden 26 Prozent dreimal oder öfter erneut verurteilt, was dazu führt, dass 1 Prozent der Bevölkerung (23.342 Personen) 63 Prozent aller Verurteilungen wegen Gew altverbrechen im Untersuchungszeitraum ausmachen.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass 4 Prozent derjenigen, die drei oder mehr Verurteilungen wegen Gew altverbrechen haben, an psychotischen Störungen wie Schizophrenie und bipolaren Störungen leiden. Psychotische Störungen sind unter Wiederholungstätern doppelt so häufig wie in der Allgemeinbevölkerung, aber trotzdem Aus diesem Grund machen sie einen sehr kleinen Teil der Wiederholungstäter aus ", sagt Örjan Falk, Forscher an der Sahlgrenska-Akademie.

Ein Ergebnis der anwesenden Göteborger Forscher ist, dass "Wahnsinnstaten", die in den Massenmedien viel Beachtung finden und von jemandem mit einer schweren psychiatrischen Störung begangen werden, nicht für die Mehrheit der Gew altverbrechen verantwortlich sind.

Laut den Forschern sind die Ergebnisse der Studie wichtig für die Bemühungen zur Kriminalprävention.

"Dies hilft uns zu identifizieren, welche Personen und Gruppen besondere Aufmerksamkeit und zusätzliche Ressourcen für Interventionen benötigen. Eine Diskussion über die Wirksamkeit von Strafen (Gefängnisstrafen) für diese Gruppe ist ebenfalls erforderlich, und wir möchten sie anstoßen eine Debatte darüber, in welche Art von kriminologischen und medizinischen Maßnahmen sinnvoll investiert werden könnte", sagt Örjan Falk.

Studien wie diese werden oft als Argumente für schärfere Strafen und US-Prinzipien wie "Three Strikes and you're out" herangezogen. Was ist Ihre Meinung dazu?

"Denen, der drei oder mehr Gew altverbrechen begeht, einfach lebenslang wegzusperren, ist natürlich aus Sicht des gesellschaftlichen Schutzes eine zwingende Idee, könnte aber einige unerwünschte Folgen wie eine Eskalation schwerer Gew alt im Zusammenhang mit haben Polizeiintervention und stärkere Motive für Täter wiederholter Gew alt, Zeugen zu bedrohen und anzugreifen, um lebenslange Haftstrafen zu vermeiden.Fakt ist auch, dass eine Vielzahl von Gew altverbrechen im Strafvollzug begangen werden."

"Und aus moralischer Sicht würde es bedeuten, dass wir diese in vielerlei Hinsicht gebrochenen Individuen aufgeben, denen höchstwahrscheinlich durch intensive psychiatrische Behandlungen oder andere Arten von Interventionen geholfen würde. Es gibt auch andere plausible Alternativen dazu Gefängnis für diejenigen, die anh altend in Gew altkriminalität zurückfallen, wie hochintensive Überwachung, elektronische Überwachung und natürlich die Weiterentwicklung spezieller Behandlungsprogramme, die zunächst mit höheren Kosten für die Gesellschaft verbunden sind, aber über einen längeren Zeitraum die Kosten verringern würden Gesamtzahl der Gew altverbrechen und reduzieren damit einen großen Teil des Leids und der Kosten, die durch Gew altverbrechen entstehen“, sagt Örjan Falk.

"Ich plädiere in erster Linie für eine stärkere Fokussierung auf Kinder und Jugendliche, die Anzeichen von Gew altverh alten zeigen und Gefahr laufen, später zu Wiederholungstätern von Gew altkriminalität zu werden."

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