Soziale Medien bringen wissenschaftliche Zeitschriften zu allgemeinen Lesern

Soziale Medien bringen wissenschaftliche Zeitschriften zu allgemeinen Lesern
Soziale Medien bringen wissenschaftliche Zeitschriften zu allgemeinen Lesern
Anonim

Eine kürzlich im Journal of the American Medical Association: Dermatology veröffentlichte Studie des Cancer Center der University of Colorado zeigt, dass eine Handvoll akademischer Zeitschriften erfolgreich soziale Medien genutzt haben, um ein Vielfaches der Leser der Zeitschriften selbst zu erreichen. Aber die Mehrheit der Zeitschriften muss sich Social Media noch zu eigen machen und hinkt daher professionellen Organisationen und Patientenvertretungen in ihrer Fähigkeit hinterher, Informationen auf kulturell relevante Weise zu verbreiten.

"Wenn eine Zeitschrift Menschen aufklären möchte, ist dies eine Möglichkeit, dies zu tun", sagt Robert Dellavalle, MD, PhD, MSPH, Forscher am CU Cancer Center und außerordentlicher Professor für Dermatologie an der University of Colorado School der Medizin.Dellavalle verw altet auch die Facebook-Seite des Journal of the American Academy of Dermatology.

Passenderweise arbeitete Dellavalle aus der Ferne an dem Projekt und arbeitete mit einer Handvoll Medizinstudenten zusammen, die jetzt als Co-Autoren hinzugekommen sind.

Die Studie wertete die Social-Media-Präsenzen von 102 dermatologischen Fachzeitschriften sowie von dermatologischen Organisationen und Patientenvertretungen aus. Die Social-Media-Follower der beliebtesten Patientenvertretungsnetzwerke waren etwa doppelt so hoch wie die Follower der beliebtesten Berufsorganisationen, die etwa doppelt so hoch waren wie die Follower der beliebtesten Zeitschriften. Beispielsweise hatte die Skin Cancer Foundation zum Zeitpunkt der Studie 20.119 Facebook-Follower, das Dermatology Network hatte 11.251 Facebook-Follower und die Facebook-Seite des Journal of the American Academy of Dermatology von Dellavalle hatte 5.286 Follower.

Das heißt: „Schauen Sie sich das New England Journal of Medicine an und es erhält Hunderttausende von Lesevorgängen durch seine Social-Media-Präsenz. Sie erh alten nicht annähernd so viele Lesevorgänge für das Journal selbst“, Dellavalle sagt.

Die Studie zeigte auch, dass prominentere Zeitschriften tendenziell eine stärkere Fangemeinde in den sozialen Medien haben. „Insbesondere in Bezug auf Facebook-Follower haben die Zeitschriften mit den höchsten Impact-Faktoren die meisten Follower“, sagt Dellavalle.

Zum Zeitpunkt der Studie hatte das New England Journal of Medicine 439.022 Facebook-Follower. So gut die führenden Zeitschriften zweifellos in der Erstellung und Verw altung von Social-Media-Präsenzen sind, gibt es jedoch einen starken Rückgang bei der Nutzung und dem Erfolg weniger bekannter Zeitschriften. Von den 102 untersuchten dermatologischen Zeitschriften hatten nur 12,7 Prozent eine Facebook-Präsenz und 13,7 Prozent eine Twitter-Präsenz.

"Einige Zeitschriften haben das Potenzial nicht erkannt, das darin besteht, populäre soziale Netzwerke umfassend zu nutzen", sagt Dellavalle. „Sogar in der Gemeinschaft der akademischen Forscher gibt es einen sich ständig ändernden Zielposten von Bedeutung. Wenn Sie nicht aktiv bleiben, geraten Sie in Verzug. Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung versäumen es Organisationen, die Möglichkeiten zu erkennen, die Social-Networking-Sites bieten riskieren, durch ihre Unfähigkeit, sich an soziale Medien als erwartete Kommunikationsform anzupassen, an den Rand gedrängt zu werden."

Beliebtes Thema