Geburtenkontrolle gut für Bildung, Frauen’s Arbeit, Wachstum in Afrika

Geburtenkontrolle gut für Bildung, Frauen’s Arbeit, Wachstum in Afrika
Geburtenkontrolle gut für Bildung, Frauen’s Arbeit, Wachstum in Afrika
Anonim

Kurze Geburtsabstände verringern die Chancen afrikanischer Kinder, zur Schule zu gehen. Mütter von Kindern mit kurzem Abstand haben weniger Möglichkeiten zu arbeiten und ihre Haush alte erwirtschaften weniger Wohlstand. Die gute Nachricht ist jedoch: Der Zugang zu Verhütungsmitteln und Informationskampagnen reduzieren diese Probleme, da sie es Frauen ermöglichen, ihre Geburten besser zu planen. Dies ist das Ergebnis der Doktorarbeit von Abiba Longwe, die ihre Doktorarbeit am 23. Oktober an der Radboud University Nijmegen verteidigt.

Abiba Longwe, die kürzlich nach vier Jahren in Nijmegen in ihr Heimatland Malawi zurückgekehrt ist, hat die Auswirkungen von Familienplanung auf afrikanische Mütter, ihre Kinder, ihren Haush alt und die Regionen, in denen sie leben, erforscht.Dazu nutzte sie die von ihrem Betreuer Jeroen Smits aufgebaute Datenbank Developing World, die Daten zu Lebensbedingungen, Bildung, Arbeit, Gesundheit und anderen Merkmalen von Millionen von Menschen in mehr als hundert Entwicklungsländern enthält (www.datdevworld.org). In vier Studien verglich Longwe Daten von Müttern und Kindern in 250 Regionen von 30 afrikanischen Ländern.

Welche Mütter arbeiten weniger?

Longwe entdeckte, dass afrikanische Frauen, die mehr Kinder und kürzere Geburtsintervalle aufgrund eines unerfüllten Bedarfs an Familienplanung haben, weniger an bezahlter Arbeit beteiligt sind. Sie fand auch, dass die Arbeitsmarktchancen von gebildeten und städtischen Frauen am stärksten beeinträchtigt seien. Laut Longwe könnte die Art der Jobs, die Frauen mit höherem Bildungsstand innehaben, eine Rolle spielen; Hilfsarbeiten können häufiger wohnortnah oder mit Kind auf dem Rücken verrichtet werden. Und Stadtfrauen leben seltener in einer Großfamilie, wo sich Großeltern oder andere Familienmitglieder um die Kinder kümmern können.

Geburtsintervalle und Schulbildung der Kinder Kurze Geburtsintervalle wirken sich auch auf die Schulbildung von Kleinkindern aus. Longwes Forschung zeigt, dass kurz nacheinander geborene Kinder seltener zur Grundschule gehen. Dieses Ergebnis ist neu; Die Folgen kurzer Geburtsintervalle für die Bildungsbeteiligung und andere sozioökonomische Ergebnisse in Afrika wurden noch nicht umfassend untersucht. Longwe: „Während negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Müttern und Kindern gut dokumentiert sind, wird dieser Art von Langzeitwirkung viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt.“

Kampagnen zur Familienplanung zeigen Wirkung

Allerdings sieht sie Grund zur Hoffnung, denn ihre Recherchen zeigen auch, dass Aufklärungskampagnen zur Familienplanung Wirkung zeigen. „Wir sehen, dass solche Kampagnen zu einer zunehmenden Akzeptanz und Nutzung von Verhütungsmitteln und damit zu einer Verringerung der Geburtenzahlen führen können, was wiederum mit einer Erhöhung der Bildungsbeteiligung der Kinder und einem steigenden Haush altsvermögen einhergeht.'

Interessanterweise entdeckte Longwe auch, dass der Zuwachs an Wissen, Akzeptanz und Anwendung von Verhütungsmitteln in Regionen mit höherem Bildungsniveau größer ist. Diese Katalysatorrolle der Bildung deutet darauf hin, dass durch die Information und einfache Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln eine positive Rückkopplungsschleife in Gang gesetzt werden kann, in der eine bessere Familienplanung die Möglichkeiten der Kinder zum Schulbesuch und damit das zukünftige Bildungsniveau erhöht die Region steigt, was neuen Generationen hilft, ihre Schwangerschaften noch besser zu planen. Die Tatsache, dass Frauen, die Zugang zu Verhütungsmitteln haben, auch mehr Möglichkeiten haben zu arbeiten, kann der Entwicklung armer afrikanischer Regionen einen zusätzlichen Schub geben.

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