Textnachrichten erleichtern es Kindern, sich schlecht zu benehmen

Textnachrichten erleichtern es Kindern, sich schlecht zu benehmen
Textnachrichten erleichtern es Kindern, sich schlecht zu benehmen
Anonim

Untersuchung von mehr als 76.000 Textnachrichten zeigt, dass SMS über straffällige Themen die Beteiligung von Jugendlichen an asozialem Verh alten vorhersagen.

Sollten Eltern und Lehrer sich Sorgen machen, dass das Texten oder SMS-Versenden von Teenagern zu einer Beteiligung an asozialeren Aktivitäten führen könnte? Ja, sagt eine Studie, die von Samuel Ehrenreich von der University of Texas in Dallas geleitet und im Springer's Journal of Abnormal Child Psychology veröffentlicht wurde. Textnachrichten zwischen Jugendlichen über asoziale Themen und Verh altensweisen sagen tatsächlich mehr Regelverstöße und Aggressionen voraus.

Die Studie bietet einen einzigartigen Einblick in das soziale Leben von Jugendlichen, da sie erstmals direkt, natürlich und unauffällig Textnachrichten zwischen Jugendlichen und Gleich altrigen beobachtet und wie dies mit der späteren Beteiligung an asozialen Aktivitäten zusammenhängt.172 Schüler der neunten Klasse von 47 amerikanischen Schulen haben während der einjährigen Studie über Blackberry-Geräte fast 6.000.000 Textnachrichten gesendet und empfangen. Die Nachrichten wurden archiviert und vier Tage Textnachrichten pro Teilnehmer wurden auf Diskussionen über den Kauf oder Konsum illegaler Substanzen, Eigentumsdelikte, körperliche Aggression und Regelverstöße analysiert. Die Jugendlichen, ihre Eltern und Lehrer bewerteten ihr Verh alten vor und nach der neunten Klasse.

Ehrenreich und sein Team stellten fest, dass die Teilnehmer Textnachrichten verwendeten, um asoziale Aktivitäten zu koordinieren, die häufig innerhalb der Schule stattfanden. Textnachrichten mit Gleich altrigen über regelbrechende Aktivitäten bieten möglicherweise nicht nur einen einfachen Zugang zu Informationen über illegales und asoziales Verh alten, sondern können auch die Vorstellung verstärken, dass diese Aktivitäten innerhalb der Peer-Gruppe akzeptiert werden. Obwohl das Forschungsteam feststellte, dass Textnachrichten auch die prosoziale Kommunikation verbesserten, glauben sie, dass die private Natur von Textnachrichten ein ideales Forum bot, um asoziale Aktivitäten jenseits der Aufsicht von Erwachsenen zu planen und zu diskutieren.

Das Forschungsteam wies darauf hin, dass Jugendliche, die sich häufig an asozialen SMS-Diskussionen beteiligten, sich möglicherweise bereits auf einem Weg des zunehmenden asozialen Verh altens befinden. In Übereinstimmung mit der Hypothese, dass die Gruppierung abweichender Jugendlicher ihre Beteiligung an asozialen Aktivitäten erhöht, wurde festgestellt, dass die Kommunikation über asoziale Themen mit abweichenden Gleich altrigen mit vermehrtem Regelverstoß und aggressivem Verh alten verbunden ist.

Asoziales Verh alten umfasst typischerweise Aktivitäten, die gegen gesetzliche oder gesellschaftliche Regeln verstoßen oder die den Opfern dieser Handlungen schaden. Es umfasst alles, von Schlägen aus Wut bis hin zu Drogenmissbrauch, Diebstahl oder geheimen Vergeltungsmaßnahmen gegen einen Kollegen. Diese Aktionen werden oft heimlich unter Freunden diskutiert und koordiniert, aber vor Autoritätspersonen verborgen.

"Textnachrichten sprechen Jugendliche an, weil sie in der Lage sind, abweichende Themen ohne Aufsicht eines Erwachsenen vor aller Augen zu besprechen und sich den normalen Bemühungen zu entziehen, überwacht zu werden", sagt Ehrenreich, der die Notwendigkeit für Lehrer und Schulverw altung betont, die Schüler einzuschränken ' Fähigkeit, während des Schultages zu schreiben."SMS-Kommunikation ist ein sinnvoller Weg für die Zugehörigkeit zu abweichenden Gleich altrigen und kann eine verstärkte elterliche Überwachung rechtfertigen."

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