Junge Arbeitssuchende, überprüfen Sie Ihre Datenschutzeinstellungen

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Anonim

Social-Media-Websites können ein Segen für Arbeitgeber sein, die Bewerber ausfindig machen, und das sind laut einer neuen Studie der Northwestern University schlechte Nachrichten für bestimmte Gruppen junger Menschen.

Forscher fanden heraus, dass – unter jungen Erwachsenen – Männer, Hispanoamerikaner und Menschen mit geringeren Internetkenntnissen am wenigsten wahrscheinlich beschäftigungsbezogene Zielgruppen im Auge beh alten, wenn es um ihre Online-Profile geht. Frauen, Weiße und Personen mit besseren Internetkenntnissen verw alten mit größerer Wahrscheinlichkeit aktiv ihre Datenschutzeinstellungen in sozialen Medien, wenn sie einen Job suchen oder eine Beschäftigung beh alten.

Dies ist die erste Studie, die analysiert, wie unterschiedliche demografische Merkmale junger Erwachsener während einer Jobsuche an Online-Reputationsmanagementstrategien herangehen. Es wurde im Juni online in der Zeitschrift IEEE Security & Privacy veröffentlicht.

"Junge Menschen könnten davon profitieren, die Auswirkungen dieser Probleme zu verstehen", sagte Eszter Hargittai, Hauptautorin der Studie. "Ohne angemessene Datenschutzeinstellungen könnten unangemessene Bilder oder Kommentare, die auf einem Social-Media-Profil gepostet werden, von einem Arbeitgeber gesehen werden und Sie eine Jobchance kosten."

Hargittai ist außerordentlicher Professor und Delaney Family Professor in der Abteilung für Kommunikationswissenschaften an der Northwestern.

"Die Verw altung der Privatsphäre Ihrer Social-Media-Profile kann komplex sein", sagte sie. "Die Einstellungen einer Website können sich schnell ändern, und wenn Sie Ihre Einstellungen nicht im Auge beh alten und regelmäßig überprüfen, könnten Sie versehentlich Teile Ihres Profils öffentlich zugänglich lassen, selbst wenn Sie sie zuvor auf eingeschränkteren Zugriff eingestellt hatten."

Da ein erheblicher Teil der jungen Menschen in dieser Studie in Bezug auf Datenschutzpraktiken gefährdet zu sein schien, besteht möglicherweise Bedarf an formelleren Schulungen von Berufsberatungsorganisationen, Bibliotheken und anderen zu bewährten Verfahren zur Aufrechterh altung der Selbstsicherheit Online-Präsentation, sagte Hargittai.

Studienhighlights:

  • 34,5 Prozent der Männer und 25 Prozent der Frauen haben ihre Datenschutzeinstellungen oder den Inh alt ihrer Social-Media-Profile nie im Hinblick auf eine Arbeitgebergruppe verw altet.
  • Weiße haben im vergangenen Jahr mit viel größerer Wahrscheinlichkeit als andere Rassen mindestens einmal Profile in sozialen Medien angepasst, in Erwartung, dass Arbeitgeber nach Informationen über sie suchen.
  • Hispanier hatten die geringste Wahrscheinlichkeit, dass sie ein beschäftigungsbezogenes Publikum im Hinblick auf den Inh alt ihrer Online-Profile im Auge beh alten.
  • Frauen verw alteten ihre Datenschutzeinstellungen eher als Männer für eine arbeitgeberbezogene Zielgruppe und taten dies tendenziell häufiger.
  • Diejenigen, die sich besser mit Internet-Datenschutzfragen und datenschutzbezogenen Begriffen wie "Tagging", "eingeschränktes Profil" und "Präferenzeinstellungen" auskennen, waren eher bereit, die Privatsphäre ihrer Social-Media-Profile zu verw alten.

Für die Studie analysierten die Forscher die Antworten einer Papier-und-Bleistift-Umfrage unter 545 verschiedenen jungen Erwachsenen im Alter von 21 oder 22 Jahren. 507 dieser Befragten gaben an, Websites sozialer Netzwerke zu nutzen. Die im Sommer 2012 per Post verteilte und eingesammelte Studie sollte beurteilen, inwieweit junge Erwachsene ihre Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken und ihre datenschutzbezogenen Internetfähigkeiten und -kenntnisse überwachen.

Dies ist dieselbe Stichprobe junger Menschen, die 2009 für eine nordwestliche Studie über College-Studenten und Internetkompetenzen befragt wurde. Damals waren sie alle Studenten im ersten Jahr an der University of Illinois at Chicago. 2012 waren einige von ihnen noch am College, etwa die Hälfte hatte gerade ihren Abschluss gemacht, andere hatten das College ganz verlassen. Neunzig Prozent gaben an, entweder zu arbeiten oder derzeit nach einem Job zu suchen.

Die Studie hat auch wichtige Auswirkungen auf die Designer von Websites sozialer Netzwerke, da sie aufzeigt, wie gering qualifizierte Internetnutzer es versäumen, datenschutzbezogene Einstellungen regelmäßig zu verwenden.

Eden Litt, ein Ph.D. Student im Programm „Media, Technology, and Society“an der School of Communication der Northwestern University ist Co-Autor dieser Studie.

Der Robert and Kaye Hiatt Fund der Northwestern University und die John D. and Catherine T. MacArthur Foundation unterstützten diese Studie

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