Spirituelle' Jugendliche begehen eher Verbrechen als 'religiöse

Spirituelle' Jugendliche begehen eher Verbrechen als 'religiöse
Spirituelle' Jugendliche begehen eher Verbrechen als 'religiöse
Anonim

Junge Erwachsene, die sich selbst als "spirituell, aber nicht religiös" betrachten, begehen mit größerer Wahrscheinlichkeit Eigentumsdelikte - und in geringerem Maße Gew alttaten - als diejenigen, die sich entweder als "religiös und spirituell" oder "religiös, aber nicht" bezeichnen spirituell“, so Forscher der Baylor University.

Die Studie der Soziologen, die in der Zeitschrift Criminology veröffentlicht wurde, zeigte auch, dass diejenigen in einer vierten Kategorie – die sagen, dass sie weder spirituell noch religiös sind – weniger wahrscheinlich Eigentumsdelikte begehen als die „spirituellen, aber nicht religiösen“Personen.Bei den Gew altdelikten wurde jedoch kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen festgestellt.

"Die Vorstellung, spirituell zu sein, aber nicht mit einer organisierten Religion verbunden zu sein, wird immer beliebter, und unsere Frage ist, wie sich das davon unterscheidet, religiös zu sein, ob Sie sich selbst als 'spirituell' bezeichnen oder nicht", sagte Sung Joon Jang, Ph.D., außerordentlicher Professor für Soziologie am Baylor's College of Arts & Sciences. Er ist Hauptautor der Studie "Is Being 'Spiritual' Enough Without Being Religious? A Study of Violent and Property Crimes Among Emerging Adults."

Er stellte fest, dass die Begriffe "religiös" und "spirituell" bis ins 20. Jahrhundert als austauschbar behandelt wurden.

Frühere Untersuchungen zeigten, dass Menschen, die sagen, dass sie religiös sind, ein geringeres Maß an Kriminalität und Abweichung aufweisen, was sich auf normverletzendes Verh alten bezieht.

Die Forscher analysierten Daten aus einer Stichprobe von 14.322 Personen aus der National Longitudinal Study of Adolescent He alth. Sie waren zwischen 18 und 28 Jahre alt, mit einem Durchschnitts alter von 21,8 Jahren.

In der vertraulichen Umfrage wurden die Teilnehmer gefragt, wie oft sie in den letzten 12 Monaten Straftaten begangen hatten – darunter Gew altverbrechen wie körperliche Auseinandersetzungen oder bewaffneter Raubüberfall –, während zu den Eigentumsdelikten Vandalismus, Diebstahl und Einbruch gehörten.

Frühere Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die sich selbst als spirituell bezeichnen, etwa 10 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, sagte Jang.

"Sich selbst als 'spirituell, aber nicht religiös' zu bezeichnen, stellte sich eher als unsozial heraus, im Gegensatz zur Selbstidentifikation als religiös", sagte Baylor-Forscher Aaron Franzen, Doktorand und Co-Autor der Studie.

In ihrer Studie stellten die Baylor-Forscher die Hypothese auf, dass diejenigen, die spirituell, aber nicht religiös sind, weniger konventionell sein würden als die religiöse Gruppe - aber entweder mehr oder weniger konventionell sein könnten als die "keiner" Gruppe.

"Wir dachten, dass religiöse Menschen eine institutionelle und kommunale Bindung und Investition haben würden, während spirituelle Menschen eher eine unabhängige Identität haben würden", sagte Franzen.

Theorien dafür, warum religiöse Menschen weniger wahrscheinlich Verbrechen begehen, lauten, dass sie "übernatürliche Sanktionen" sowie kriminelle Bestrafung fürchten und sich wegen Abweichung schämen; an die konventionelle Gesellschaft gebunden sind; üben eine hohe Selbstbeherrschung aus, teilweise wegen Eltern, die wahrscheinlich auch religiös sind; und verkehre mit Gleich altrigen, die ihr Verh alten und ihre Überzeugungen verstärken.

Bezeichnenderweise neigen Menschen, die spirituell, aber nicht religiös sind, zu einer geringeren Selbstbeherrschung als religiöse Menschen. Sie erleben auch eher Belastungen wie kriminelle Viktimisierung und negative Emotionen wie Depressionen und Angstzustände. Sie haben auch eher Gleich altrige, die Alkohol konsumieren und missbrauchen, sagte Franzen. Diese Faktoren sind Prädiktoren für kriminelles Verh alten.

"Es ist eine Herausforderung für die Forschung zu wissen, was es eigentlich bedeutet, spirituell zu sein, weil sie sich selbst identifizieren", sagte er. „Aber sie unterscheiden sich irgendwie, wie unsere Studie zeigt.“

Soziologen schlossen in ihre Forschung vier Kategorien ein, basierend darauf, wie die jungen Erwachsenen sich selbst berichteten. Diese Kategorien und Prozentsätze waren:

• Spirituell, aber nicht religiös, 11,5 Prozent

• Religiös, aber nicht spirituell, 6,8 Prozent

• Sowohl spirituell als auch religiös, 37,9 Prozent

• Weder spirituell noch religiös, 43,8 Prozent

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