Raketenangriffe in Israel erhöhen die Gew alt unter Jugendlichen

Raketenangriffe in Israel erhöhen die Gew alt unter Jugendlichen
Raketenangriffe in Israel erhöhen die Gew alt unter Jugendlichen
Anonim

Die chronische Exposition gegenüber Raketenangriffen aus dem Gazastreifen auf Israel führt laut einer neuen Studie von Forschern der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) zu einem Anstieg schwerer jugendlicher Gew alt.

Die im Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry (JAACAP) veröffentlichte Studie begleitete von 2008 bis 2011 362 israelische Jugendliche aus der südwestlichen Negev und führte jährliche Bewertungen der Exposition gegenüber Raketenangriffen und Symptomen durch Depressionen und Angstzustände sowie Gew alttaten.

"Dies ist die erste Studie, die prospektiv die inneren und äußeren Symptome von Heranwachsenden untersucht, die auf eine mehrjährige Exposition gegenüber Raketenangriffen zurückzuführen sind", sagt Prof. Golan Shahar vom Institut für Psychologie der BGU.

Schwere Gew alttaten, die zu Beginn der Studie noch relativ niedrig waren, sind durch die Langzeitexposition gegenüber Raketenangriffen so stark angestiegen, dass die Rate der Zunahme von Gew alttaten nun ansteigen kann nach jedem Angriff vorhergesagt.

"Das Hauptergebnis unserer Studie war, dass eine längere Exposition gegenüber Raketenangriffen einen steilen Anstieg der von den jugendlichen Teilnehmern gemeldeten gew alttätigen Vorfälle vorhersagte", sagt Prof. Shahar. "Einige Vorfälle führten zu körperlichen Auseinandersetzungen, die eine medizinische Behandlung erforderten, sowie zu Bandenkämpfen und Verhaftungen wegen Gew altverbrechen, bei denen Messer oder andere Waffen getragen wurden."

Die Ergebnisse haben möglicherweise globale Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit für eine gesunde Jugendentwicklung in politisch instabilen Regionen, insbesondere im israelisch-palästinensischen Kontext.

"Diese Ergebnisse sollten als Warnsignal für medizinisches Personal in Zivilgebieten dienen, die von Terrorismus und politischer Gew alt betroffen sind", sagt Shahar.

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