Wurden die gesundheitlichen Auswirkungen des Unfalls von Tschernobyl überschätzt?

Wurden die gesundheitlichen Auswirkungen des Unfalls von Tschernobyl überschätzt?
Wurden die gesundheitlichen Auswirkungen des Unfalls von Tschernobyl überschätzt?
Anonim

Die Auswirkungen des Atomunfalls von Tschernobyl wurden ernsthaft überschätzt, während unbegründete Behauptungen, die als wissenschaftliche Fakten präsentiert wurden, verwendet wurden, um die Nuklearindustrie abzuwürgen, so russische Forscher. Sergei Jargin von der Peoples' Friendship University of Russia in Moskau schreibt im International Journal of Low Radiation, dass insbesondere die gesundheitlichen Auswirkungen von Lebensmittelkontaminationen in der industriefeindlichen Propaganda verzerrt wurden.

Jargin hat die wissenschaftliche Forschungsliteratur analysiert und nach dem 25. Jahrestag des Unfalls von Tschernobyl die Motive und Mechanismen der Überschätzung medizinischer Risiken untersucht, um die Fragen rund um das Erbe von Tschernobyl endgültig zu klären.Er weist darauf hin, dass es Beispiele in der Literatur gibt, die er für ungenau hält. Darüber hinaus zitieren viele dieser Veröffentlichungen, was Jargin als „zahlreiche Verweise auf Massenmedien, Websites mit unklarer Zugehörigkeit und kommerzielle Ausgaben, die verwendet werden, um wissenschaftliche Ansichten zu untermauern“, im Gegensatz zu korrekt referenzierten, von Experten begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

"Heute gibt es keine Alternative zur Atomkraft: Fossile Brennstoffe werden immer teurer, was zu einem übermäßigen Bevölkerungswachstum in brennstoffproduzierenden Ländern und Armut anderswo beitragen wird", sagt der Jargin. Er fügt hinzu: „Natürliche Energiequellen wie Wind, Sonne, Geothermie, Wasserkraft und Strom aus brennbaren erneuerbaren Energien und Abfall werden einen Beitrag leisten, aber ihr Anteil an der globalen Energiebilanz ist zu gering.“Es ist wahrscheinlich, dass Kernfusionsreaktoren irgendwann in der Zukunft ein brauchbarer Ersatz für die Kernsp altungsreaktoren werden, die wir heute haben, aber vorerst „sollte die Kernenergie von einer mächtigen internationalen Exekutive verw altet und überwacht werden“, schließt Jargin.Eine strenge Sorgf altspflicht im Hinblick auf soziopolitische, geografische, geologische und andere Voraussetzungen würde auch dazu beitragen, künftige Unfälle zu vermeiden.

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