Stopp 'Bösewichte mit Waffen', indem du gute Richtlinien einführst

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Anonim

Tragödien mit Kindern, wie die an der Sandy Hook Elementary School, schüren massive Empörung und fordern sofortiges Handeln, um ähnliche Gräueltaten zu verhindern. Die National Rifle Association (NRA) hat einen National Shield School Proposal vorgelegt, der die Unterbringung bewaffneter Sicherheitskräfte in allen Schulen unterstützt. Eine neue Rezension von Gordon und Angela Crews von der Marshall University in West Virginia und Catherine Burton von The Citadel in South Carolina versucht, in dieser hitzigen und emotionalen Debatte eine ausgewogene und unvoreingenommene Sicht auf die Fakten zu finden. Ihr Papier, das im Springer-Verlag American Journal of Criminal Justice erscheint, legt dar, was diese Vorschläge für Schulen bedeuten würden, und bietet einige alternative Vorschläge.

Obwohl die National Rifle Association ein überzeugendes Argument präsentiert, haben die Autoren festgestellt, dass einige der Beweise, die sie verwenden, um ihre Vorschläge zu untermauern, falsch sind. Die NRA behauptet, dass Schulen keine sicheren Orte für Kinder sind, obwohl sie tatsächlich die sichersten Orte sind. Sie haben erklärt, dass Gew alt in der Schule die „häufigste Todesursache“von Kindern ist, obwohl Statistiken eindeutig zeigen, dass unbeabsichtigte Verletzungen die Haupttodesursache bei 5- bis 24-Jährigen sind.

Crews und seine Kollegen weisen daraufhin darauf hin, dass es immer noch nicht bewiesen ist, dass Sicherheitskräfte tatsächlich Schulgew alt verhindern. Sowohl Columbine als auch Virginia Tech, wo zwei der tödlichsten Schießereien an Schulen stattfanden, beschäftigten bereits bewaffnete Sicherheitskräfte. Es gibt auch die finanziellen Auswirkungen eines solchen Systems. Diese sind enorm, sowohl in Bezug auf die Umsetzung als auch auf die zivil- und/oder strafrechtliche Haftung.

Vorschläge, dass Freiwillige bewaffnete Polizeiarbeit an Schulen durchführen, sind zwar billig, fügen aber nur eine weitere Schicht potenzieller Probleme hinzu.Es gibt zahlreiche andere Bedenken. Es besteht ein erhöhtes Verletzungs- und Todesrisiko. Es wurden bereits Fragen zu möglichen Interessenkonflikten der beteiligten Sicherheitsfirmen gestellt.

Es gibt eine Reihe von Problemen, die bereits im Zusammenhang mit Sicherheitspersonal in Schulen dokumentiert sind, von kriminellen Aktivitäten bis hin zu erhöhten Schülerhaftpflichtraten. Es besteht die nicht unerhebliche Gefahr, dass an Schulen aufbewahrte Waffen in die falschen Hände geraten. Bei so ernsthaften Zweifeln an der Wirksamkeit eines Vorschlags und so hohen Kosten muss nach alternativen Lösungen gesucht werden.

Zwei Fragen, die die National Rifle Association bei der Betrachtung von Schießereien in Schulen immer wieder nicht anspricht, sind, in wessen Händen sich die Waffen befanden und wie leicht sie dorthin gelangten. Crews und seine Kollegen stellen fest, dass es in der Vergangenheit einen Widerwillen gegeben hat, Schulschützen zu profilieren. Es gibt jedoch Beweise dafür, dass der Angreifer in den meisten Fällen unter psychischen Problemen, einer gestörten Familie, Problemen in der Schule, sozialer Isolation und in einigen Fällen unter Mobbing litt.Sie schlagen vor, dass diese Probleme die eigentliche Ursache dieser Tragödien sind und dass die Gesellschaft, um Gew alt an Schulen zu verhindern, sich mit problematischen Jugendlichen und ihrem einfachen Zugang zu Waffen befassen muss.

Die Autoren kommen zu dem Schluss: „Die Verhinderung von Schulgew alt muss nicht teuer sein. Es muss lediglich verhindert werden, dass junge Männer und Frauen zu Tätern von Schulgew alt werden, und die Aufstellung bewaffneter Wachen an befestigten Schulen wird dies nicht tun … Es braucht nur jemanden, der aufpasst, zuhört und sich um etwas kümmert, was wirklich nichts kostet." Ihre Behauptung wird von Lehrern in Kalifornien unterstützt, von denen siebenundsechzig Prozent glauben, dass die Einstellung eines Beraters effektiver wäre, um Gew alt in der Schule zu verhindern, als die Einstellung eines Polizisten.

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