Behindern geistige Eigentumsrechte an bestehenden Technologien nachfolgende Innovationen?

Behindern geistige Eigentumsrechte an bestehenden Technologien nachfolgende Innovationen?
Behindern geistige Eigentumsrechte an bestehenden Technologien nachfolgende Innovationen?
Anonim

Eine kürzlich im Journal of Political Economy veröffentlichte Studie legt nahe, dass einige Arten von Rechten an geistigem Eigentum nachfolgende wissenschaftliche Forschung entmutigen.

"Das Ziel von Rechten an geistigem Eigentum - wie dem Patentsystem - besteht darin, Anreize für die Entwicklung neuer Technologien zu schaffen. In den letzten Jahren haben jedoch viele Bedenken geäußert, dass Patente Innovationen behindern könnten, wenn Patente auf bestehende Technologien erteilt werden nachfolgende Innovationen behindern“, sagt Heidi Williams, Autorin der Studie."

Williams untersuchte die Sequenzierung des menschlichen Genoms durch das öffentliche Human Genome Project und die private Firma Celera. Gene, die zuerst von Celera sequenziert wurden, fielen unter eine auf Vertragsrecht basierende Form des geistigen Eigentums, während Gene, die zuerst vom Human Genome Project sequenziert wurden, gemeinfrei wurden. Obwohl Celeras geistiges Eigentum höchstens zwei Jahre bestand, ermöglichte es Celera, seine Daten gegen beträchtliche Gebühren zu verkaufen, und verlangte von Firmen, Lizenzvereinbarungen mit Celera für daraus resultierende kommerzielle Entdeckungen auszuhandeln.

Durch die Verknüpfung einer Reihe verschiedener Datensätze, die zuvor von Forschern nicht verwendet worden waren, konnte Williams messen, wann Gene sequenziert wurden, welche Gene von Celeras geistigem Eigentum geh alten wurden und welche nachfolgenden Investitionen in die wissenschaftliche Forschung getätigt wurden Produktentwicklung auf jedem Gen. Williams Schlussfolgerung weist auf eine anh altende Reduzierung der nachfolgenden wissenschaftlichen Forschung und Produktentwicklung um 20 bis 30 Prozent für die Gene hin, die Celeras geistiges Eigentum sind.

"Ich nehme aus diesen Beweisen mit, dass - zumindest in einigen Kontexten - geistiges Eigentum erhebliche Kosten im Hinblick auf die Behinderung nachfolgender Innovationen haben kann", sagte Williams. "Die Tatsache, dass diese Kosten - in diesem Zusammenhang - „Groß genug, um sich darum zu kümmern“motiviert dazu, besser verstehen zu wollen, ob alternative politische Instrumente eingesetzt werden könnten, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Es ist nicht klar, ob dies möglich ist, obwohl Ökonomen wie Michael Kremer einige Ideen dazu vorgeschlagen haben, wie dies möglich wäre. Ich denke, dies ist ein spannendes Gebiet für die zukünftige Arbeit."

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