Rascher Anstieg der antipsychotischen Behandlung von medicaid-versicherten Kindern

Rascher Anstieg der antipsychotischen Behandlung von medicaid-versicherten Kindern
Rascher Anstieg der antipsychotischen Behandlung von medicaid-versicherten Kindern
Anonim

Eine neue Studie der University of Maryland (UM) fand heraus, dass der Gebrauch von Antipsychotika von 1997 bis 2006 in einer Medicaid-Population von etwa 500.000 Kindern im Alter von zwei bis 17 Jahren um das 7- bis 12-fache anstieg.

Die Studie, die neueste, die einen raschen Anstieg der bei Medicaid-versicherten Kindern verschriebenen Antipsychotika bestätigt, wirft Fragen zum amerikanischen Gesundheitssystem auf, sagt Hauptautorin Julie Zito, PhD, Professorin an der UM School of Pharmacy.

"Bei vielen wurden eher Verh altensstörungen als psychotische Zustände diagnostiziert, für die sie eine von der FDA zugelassene Kennzeichnung haben", sagt Zito.„Dies sind oft Kinder mit schwerwiegenden sozioökonomischen und familiären Problemen. Wir benötigen mehr Informationen über die Vorteile und Risiken der Verwendung von Antipsychotika bei Verh altensstörungen wie Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, ADHS, in ambulant behandelten Bevölkerungsgruppen.“Darüber hinaus ist die Verwendung von Antipsychotika bei Kindern mit Medicaid-Versicherung fünfmal so hoch wie bei Kindern im privaten Sektor – ein Unterschied, der genauer untersucht werden muss.

Der verstärkte Gebrauch von antipsychotischen Medikamenten war am deutlichsten unter Jugendlichen, die sich durch ein niedriges Familieneinkommen im staatlichen Kinderkrankenversicherungsprogramm (SCHIP) oder durch ein sehr niedriges Einkommen im Hilfsprogramm für vorübergehende Unterstützung für bedürftige Familien (TANF) qualifizierten. Im Gegensatz dazu gab es weniger Veränderungen bei den am stärksten beeinträchtigten und gefährdeten Jugendlichen – jenen in Pflegefamilien oder jenen im Programm „Supplemental Security Income“(SSI), d. h. Jugendlichen, die aufgrund einer Behinderung anspruchsberechtigt sind.

Zito sagt: „Es wirft Fragen auf wie: ‚Sind die Standardbehandlungen für Verh altensstörungen in der Bevölkerungsgruppe ausreichend evidenzbasiert?' Ergebnisforschung kann diese Fragen beantworten." Die Website der National Institutes of He alth definiert Ergebnisforschung als aktive Beteiligung an der Forschung unter Verwendung bestehender nationaler Erhebungsdatensätze und unterstützt, entwickelt und analysiert auch zusätzliche gezielte Erhebungen.

Die Studie ergab auch, dass viele der Kinder im Studienjahr nur ein oder zwei Rezepte erhielten und dann die Behandlung abbrachen. „Bei einem Verh altensproblem bedeutet dies, dass sie einfach nicht zurückgekommen sind, sodass möglicherweise ein Kontinuitätsproblem vorliegt. Dies deutet darauf hin, dass wir mehr Wert auf eine ununterbrochene Pflege in der Gemeinde legen müssen. Aber leider haben wir ein sehr unzusammenhängendes Gesundheitsversorgungssystem.“

Der Medicaid-Datensatz wurde aus einem repräsentativen mittelatlantischen Staat generiert. Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Psychiatric Services von Zito und dem Doktoranden Mehmet Burcu, MS, im Department of Pharmaceutical He alth Services Research der School of Pharmacy; Laurence S. Magder, PhD, Professor und Direktor für Biostatistik an der UM School of Medicine, Department of Epidemiology and Public He alth; Aloysius Ibe, DrPH, mit der School of Community He alth and Policy, Morgan State University; und DanielJ.Safer, MD, Kinderpsychiater an den Abteilungen für Psychiatrie und Pädiatrie der Johns Hopkins University.

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