Bestrafung kann die Leistung verbessern, finden Akademiker

Bestrafung kann die Leistung verbessern, finden Akademiker
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Anonim

Die Peitsche kann unsere Leistung genauso gut verbessern wie die Karotte, hat ein Team von Wissenschaftlern der University of Nottingham herausgefunden.

Eine kürzlich im Journal of Neuroscience veröffentlichte Studie unter der Leitung von Forschern der School of Psychology der Universität hat gezeigt, dass Bestrafung ähnlich wie eine finanzielle Belohnung leistungssteigernd wirken kann.

Dr. Marios Philiastides, der die Arbeit leitete, sagte: „Diese Arbeit enthüllt wichtige neue Informationen darüber, wie das Gehirn funktioniert, die zu neuen Methoden zur Diagnose von Störungen der neuralen Entwicklung wie Autismus, ADHS und Persönlichkeitsstörungen führen könnten, bei denen eine Entscheidung getroffen werden kann -Herstellungsprozesse haben sich als kompromittiert erwiesen."

Die Nottingham-Studie zielte darauf ab, zu untersuchen, wie die Effizienz, mit der wir Entscheidungen auf der Grundlage mehrdeutiger sensorischer Informationen - wie visueller oder auditiver Art - treffen, durch das Potenzial und die Schwere einer erwarteten Bestrafung beeinflusst wird.

Um dies zu untersuchen, baten sie die Teilnehmer der Studie, eine einfache Wahrnehmungsaufgabe zu erfüllen – sie sollten beurteilen, ob eine verschwommene Form hinter einem regnerischen Fenster eine Person oder etwas anderes ist.

Sie bestraften Fehlentscheidungen mit Geldstrafen. Gleichzeitig maßen sie die Gehirnaktivität der Teilnehmer als Reaktion auf unterschiedlich hohe Geldstrafen. Die Gehirnaktivität wurde nicht-invasiv mit einem EEG-Gerät aufgezeichnet, das Gehirnsignale von der Oberfläche der Kopfhaut durch einen Satz kleiner Elektroden erkennt und verstärkt, die in eine schwimmähnliche Kappe eingebettet sind, die auf dem Kopf der Teilnehmer sitzt.

Sie fanden heraus, dass die Leistung der Teilnehmer mit zunehmender Bestrafung systematisch zunahm, was darauf hindeutet, dass Bestrafung ähnlich wie eine finanzielle Belohnung leistungssteigernd wirkt.

Auf neuronaler Ebene identifizierten die Wissenschaftler multiple und unterschiedliche Gehirnaktivierungen, die durch Bestrafung induziert und über verschiedene Bereiche des Gehirns verteilt wurden. Entscheidend ist, dass das Timing dieser Aktivierungen bestätigte, dass die Bestrafung die Art und Weise, wie das Gehirn die sensorischen Beweise verarbeitet, nicht beeinflusst, aber einen Einfluss auf den Entscheidungsträger des Gehirns hat, der für die Dekodierung sensorischer Informationen in einem späteren Stadium des Entscheidungsprozesses verantwortlich ist.

Schließlich zeigten sie, dass diejenigen Teilnehmer, die die größten Leistungssteigerungen zeigten, auch die größten Veränderungen in der Gehirnaktivität zeigten. Dies ist ein wichtiges Ergebnis, da es einen möglichen Weg bietet, Unterschiede zwischen Individuen und ihren Persönlichkeitsmerkmalen zu untersuchen, um zu charakterisieren, warum manche besser auf Belohnung und Bestrafung reagieren als andere.

Ein gründlicheres Verständnis des Einflusses von Bestrafung auf die Entscheidungsfindung und wie wir Entscheidungen treffen, könnte zu nützlichen Informationen darüber führen, wie anreizbasierte Motivation genutzt werden kann, um bestimmtes Verh alten zu fördern.

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