Kein guter Beweis dafür, dass Mundschutz und Helm eine Gehirnerschütterung abwehren

Kein guter Beweis dafür, dass Mundschutz und Helm eine Gehirnerschütterung abwehren
Kein guter Beweis dafür, dass Mundschutz und Helm eine Gehirnerschütterung abwehren
Anonim

Mundschützer und Helme können helfen, andere schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen abzuwehren, aber es gibt keine guten Beweise dafür, dass sie helfen können, Gehirnerschütterungen zu verhindern, und paradoxerweise können sie Spieler sogar dazu ermutigen, größere Risiken einzugehen.

Aber genau deshalb ist es so wichtig, Gehirnerschütterungssymptome rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, heißt es in dem im British Journal of Sports Medicine veröffentlichten Consensus Statement on Concussion in Sport.

Die Konsenserklärung ist die vierte Überarbeitung der Empfehlungen, die erstmals 2001 in Wien entwickelt wurden, um medizinischen Fachkräften praktische und evidenzbasierte Leitlinien für die Beurteilung der Erkrankung vor Ort anzubieten, und eine der wichtigsten wichtige Aspekte seiner Behandlung - der Zeitpunkt der Rückkehr zum Spiel.

In hochkarätigen Sportarten stehen Teamärzte unter dem Druck, die Spieler so schnell wie möglich wieder in den Wettbewerb zu bringen. Aber die sichere Rückkehr zum Spiel nach einer Gehirnerschütterung ist ein zentrales Thema in allen Sportarten, unabhängig davon, ob sie auf Elite-Niveau gespielt werden.

Diese neueste Version der Konsenserklärung, die vom Internationalen Olympischen Komitee, der FIFA, der International Equestrian Federation und dem International Rugby Board unterstützt wird, wurde nach einem zweitägigen Treffen in Zürich, Schweiz, erstellt November letzten Jahres.

Im Laufe der zwei Tage waren Forscher aus der ganzen Welt eingeladen, die neuesten Erkenntnisse zu dieser häufigen Art von Hirnverletzung vorzustellen, die das Potenzial hat, langfristige neurologische Schäden zu verursachen, wenn sie nicht angemessen behandelt wird bei Sportarten wie Fußball, Rugby, Eishockey, Reiten, Skifahren und Boxen, bei denen das Risiko einer Gehirnerschütterung hoch ist.

Ein Gremium aus 32 internationalen Experten destillierte dann die Forschungsergebnisse, deren Einzelheiten in der aktuellen Ausgabe von Injury Prevention and He alth Protection (IPHP) des British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurden, bis eine vollständige Einigung erzielt wurde.

The Consensus wurde entwickelt, um das Bewusstsein für Gehirnerschütterungen in der Öffentlichkeit zu schärfen, und enthält daher zum ersten Mal ein Tool zur Erkennung von Gehirnerschütterungen (CRT).

Und es verdeutlicht die Definition von Gehirnerschütterung, um zu betonen, dass ein Spieler nicht das Bewusstsein verlieren muss, bevor er als Gehirnerschütterung gilt und daher aus dem Spiel genommen wird. Die Symptome einer Gehirnerschütterung können von Kopfschmerzen und Gedächtnisverlust bis hin zu Reizbarkeit, verlangsamten Reaktionszeiten und Schlafstörungen reichen, heißt es.

Es enthält einen neuen Fokus auf die Beurteilung und Behandlung von Gehirnerschütterungen bei Kindern, die nicht am selben Tag wieder zum Spielen zurückkehren sollten und die möglicherweise länger brauchen, um zu heilen als Erwachsene, heißt es darin.

Und es bietet nützliche Fragen und Antworten, einen praktischen Symptomprüfer und ein Bewertungstool für die Hosentasche sowie Ratschläge zu medizinisch-rechtlichen Erwägungen und zur Vermeidung von Verletzungen.

Es macht deutlich, dass Mundschutz und Helme eine Rolle bei der Minimierung von Verletzungen spielen und empfohlen werden sollten, betont aber: "Es gibt keine guten klinischen Beweise dafür, dass die derzeit verfügbare Schutzausrüstung eine Gehirnerschütterung verhindert."

"Eine wichtige Überlegung bei der Verwendung von Schutzausrüstung ist das Konzept der Risikokompensation … wo die Verwendung [dieser] Ausrüstung zu einer Verh altensänderung führt, wie z. B. die Übernahme gefährlicherer Spieltechniken, was zu a paradoxer Anstieg der Verletzungsraten“, warnt er.

Während die kompetitiven/aggressiven Elemente einiger Sportarten Spaß machen, sie zu spielen und zu beobachten, „sollten Sportorganisationen ermutigt werden, sich mit Gew alt auseinanderzusetzen, die das Risiko einer Gehirnerschütterung erhöhen kann“, empfiehlt es.

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