Wissenschaftliches Fehlverh alten ist real, aber selten

Wissenschaftliches Fehlverh alten ist real, aber selten
Wissenschaftliches Fehlverh alten ist real, aber selten
Anonim

Richard Primack, Professor für Biologie an der Boston University und Chefredakteur der Zeitschrift Biological Conservation, stellt in der aktuellen Ausgabe dieser Veröffentlichung fest, dass Fälle von wissenschaftlichem Fehlverh alten bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen zwar eine ernste Angelegenheit sind Sorge, solche Vorkommnisse sind äußerst selten. Primack teilt seine Ansichten zu diesem Thema in einem Leitartikel in der aktuellen Ausgabe von Biological Conservation.

Primacks Beobachtungen beziehen sich auf einen Fall, in dem bestimmte Ergebnisse aus einem in Biological Conservation veröffentlichten Artikel entfernt und der Artikel überarbeitet werden mussten, weil die von einem der Autoren bereitgestellten Daten nicht verifiziert werden konnten. Dies ist Teil eines andauernden Skandals, in den ein spanischer Wildtierökologe verwickelt ist, in dem viele Artikel zurückgezogen wurden sowohl weit verbreitet als auch zunehmend", sagt Primack."Allerdings kommen wir bei Biological Conservation zu einem ganz anderen Schluss."

Um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, zitiert Primack eine Studie (Steen, 2010; http://retractionwatch.wordpress.com/), die darauf hindeutet, dass wissenschaftliche Arbeiten mit einer Rate von 1-3 pro 10.000 veröffentlichten Artikeln zurückgezogen werden. „Dies ist der erste Fall von schwerwiegendem wissenschaftlichem Fehlverh alten, den wir in den letzten neun Jahren der Zeitschrift gesehen haben, in denen etwa 2000 Artikel veröffentlicht wurden“, sagt Primack.

Primack räumt ein, dass Fälle von wissenschaftlichem Fehlverh alten Anlass zur Sorge geben, und führt eine Reihe anderer neuerer Fälle an, die sich in ihrer Schwere unterscheiden, aber dies sind tatsächlich Ausnahmen, die die Regel bestätigen. "Wir sind auf eine kleine Anzahl von Artikeln gestoßen, die ethische Probleme aufwerfen, aber etwas hinter echtem wissenschaftlichem Fehlverh alten zurückbleiben." Primack erkennt an, dass es möglicherweise unentdeckte Fälle von Fehlverh alten gibt, und argumentiert, dass die Wahrscheinlichkeit dafür gering ist: Im Laufe der Jahre wären diese entdeckt worden, wenn sie existierten.

Obwohl Primack und seine Kollegen von Biological Conservation wachsam gegenüber dem Thema wissenschaftliches Fehlverh alten bleiben, ist ihre allgemeine Erfahrung, dass die überwiegende Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinschaft die höchsten ethischen Standards einhält. Primack: „Angesichts der rund 2000 Publikationen, die wir in den letzten Jahren veröffentlicht haben, und der rund 8000 eingegangenen und begutachteten Arbeiten ist dieser vorliegende Fall von wissenschaftlichem Fehlverh alten keineswegs repräsentativ. Solche Fälle von wissenschaftlichem Fehlverh alten sind äußerst selten, das ist wahrscheinlich der Grund, warum sie so oft publik gemacht werden, wenn sie auftreten."

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