Integration von Wissenschaft und Politik, um die Auswirkungen der Luftverschmutzung anzugehen

Integration von Wissenschaft und Politik, um die Auswirkungen der Luftverschmutzung anzugehen
Integration von Wissenschaft und Politik, um die Auswirkungen der Luftverschmutzung anzugehen
Anonim

Ein Artikel in der Zeitschrift Science dieser Woche von Dr. Stefan Reis vom NERC Centre for Ecology & Hydrology (UK) und Kollegen aus sechs Ländern untersucht, wie Wissenschaft und Politik die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit und Ökosysteme sowie den Klimawandel angehen in Europa.

In ihrem Policy Forum-Kommentar mit dem Titel „From Acid Rain to Climate Change“diskutieren Dr. Reis und seine Kollegen, wie Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger gemeinsam Strategien entwickelt und umgesetzt haben, um die Luftqualität zu verbessern und die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf den Menschen zu verringern Gesundheit und Ökosysteme in den letzten Jahrzehnten.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass seit den 1970er Jahren erhebliche Verbesserungen erzielt wurden, beispielsweise bei der Verringerung der Ablagerung von versauernden Stoffen auf Böden und Ökosystemen in Europa. Allerdings stehen noch große Herausforderungen bevor. Beispielsweise werden die Emissionen von Luftschadstoffen im Jahr 2020 immer noch zu einer durchschnittlichen Verringerung der Lebenserwartung um etwa 4 Monate führen, während übermäßige Stickstoffeinträge mehr als 40 Prozent der europäischen Natur gefährden werden.

Der Artikel hebt mehrere Beispiele hervor, bei denen eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern erforderlich ist, um kosteneffiziente Maßnahmen zur Luftverschmutzung zu entwickeln, die schwerwiegende Umweltprobleme angehen. Ihre Prioritätenliste umfasst die Notwendigkeit, die Stickstoffemissionen weiter zu reduzieren, beispielsweise in Form von Ammoniak aus der Landwirtschaft, was dazu beitragen wird, die Versauerung der Böden und die Eutrophierung von Land-, Süßwasser- und Meeresökosystemen zu verringern.

Sie diskutieren auch die Notwendigkeit integrierter Strategien, die an den Wechselwirkungen zwischen Luftverschmutzung und Klimawandel arbeiten und dazu beitragen würden, kurzfristige Klimatreiber wie Ruß und Ozon zu reduzieren.Sie schlagen vor, dass das Übereinkommen der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) über weiträumige grenzüberschreitende Luftverschmutzung (CLRTAP), ein multilaterales Abkommen zur Verringerung der Luftverschmutzung in der gesamten UNECE-Region, mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und Konventionen zu Biodiversität, Meeresumwelt und Wasser.

Dr. Reis, ein Umweltwissenschaftler am NERC Center for Ecology & Hydrology, sagte: „Die langfristige Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und politischen Entscheidungsträgern in den verschiedenen Task Forces, Arbeitsgruppen und anderen Gremien der Konvention ist entscheidend für die Bildung eine robuste Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik. Der Aufbau von Vertrauen in wissenschaftliche Ergebnisse und die Förderung eines besseren Verständnisses des politischen Prozesses führen letztendlich zu besseren, effizienteren Politiken."

Co-Autor Professor Martin Williams vom King's College London und Vorsitzender des CLRTAP-Exekutivorgans sagte: "Die Schlüsselrolle, die die Wissenschaft als integraler Bestandteil des politischen Prozesses im Übereinkommen über LRTAP spielt, hat sich erneut in gezeigt das überarbeitete Göteborg-Protokoll.In einem der wenigen internationalen Umweltinstrumente, die in dieser Zeit weltweiter wirtschaftlicher Schwierigkeiten vereinbart wurden, hat die Wissenschaft dazu beigetragen, einen positiven Weg durch die Probleme zu lenken und durch die Einbeziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse auf die Grenze zwischen Luftverschmutzung und Klimawandel hingewiesen Weg nach vorn für die Zukunft des Konvents."

Zu den Kommentarautoren gehören Wissenschaftler des NERC Centre for Ecology & Hydrology im Vereinigten Königreich, des Swedish Environmental Research Institute, des International Institute for Applied Systems Analysis in Österreich, des Imperial College London im Vereinigten Königreich, des National Institute for Public He alth and the Environment in den Niederlanden, Ecometrics Research and Consulting, das National Institute for Industrial Environment and Risks in Frankreich, das Bundesumweltministerium in Deutschland und das King's College London.

Beliebtes Thema