Religiöse Zugehörigkeit und Wohnsitz in Nationen mit muslimischer Mehrheit beeinflussen das Sexualverh alten, Studienergebnisse

Religiöse Zugehörigkeit und Wohnsitz in Nationen mit muslimischer Mehrheit beeinflussen das Sexualverh alten, Studienergebnisse
Religiöse Zugehörigkeit und Wohnsitz in Nationen mit muslimischer Mehrheit beeinflussen das Sexualverh alten, Studienergebnisse
Anonim

Hindus und Muslime haben weniger wahrscheinlich als Christen und Juden vorehelichen Sex, und Muslime haben unter den Menschen dieser religiösen Gruppen am seltensten außerehelichen Sex, laut einer neuen Studie, die Daten zu vorehelichem und außerehelichem Sex analysierte Verh altensweisen in über 30 Entwicklungsländern auf der ganzen Welt.

Co-Autor von Amy Adamczyk, außerordentliche Professorin für Soziologie am John Jay College of Criminal Justice, und Brittany Hayes, Ph.D. Die Studie „Religion and Sexual Behaviors: Understanding the Influence of Islamic Cultures and Religious Affiliation for Explaining Sex Outside of Marriage“(Religion and Sexual Behaviors: Understanding the Influence of Islamic Cultures and Religious Affiliation for Explaining Sex Outside of Marriage) ist in der Oktoberausgabe der American Sociological Review erschienen.

Den Forschern zufolge hängt die geringere Wahrscheinlichkeit von vorehelichem und außerehelichem Sex bei Muslimen mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung durch die Gemeinschaft für streng religiöse Untertanen zusammen, die Sex nur innerhalb der Ehe zulassen. Adamczyk und Hayes fanden auch heraus, dass nationale islamische Kulturen das Sexualverh alten aller Einwohner beeinflussen, sogar von Menschen, die sich nicht als Muslime identifizieren. Die Autoren gehen davon aus, dass Religion in vielen muslimischen Ländern tendenziell eine stärkere Wirkung hat als Beschränkungen auf die Bewegungsfreiheit von Frauen.

"Einer der überraschendsten Befunde war, dass religiöse Zugehörigkeiten einen echten Einfluss auf das Sexualverh alten der Menschen haben", sagte Adamczyk. „Insbesondere Muslime und Hindus geben deutlich seltener an, vorehelichen Sex gehabt zu haben als Christen und Juden. Eine der Neuerungen unserer Studie ist unsere Analyse von Verh altensweisen und nicht von Einstellungen. Während viel Forschungsarbeit dem Verständnis von Unterschieden gewidmet wurde zwischen den großen Weltreligionen in den Einstellungen der Anhänger wurde dem Verständnis von Unterschieden aufgrund von Verh altensweisen viel weniger Aufmerksamkeit geschenkt."

Die Studie wurde von Adamczyks früherer Arbeit inspiriert, in der sie die Unterschiede in den HIV/AIDS-Infektionsraten zwischen Nationen mit christlicher und muslimischer Mehrheit beobachtete, in denen Einwohner in Nationen mit muslimischer Mehrheit niedrigere Infektionsraten hatten als Einwohner christlicher Nationen. Adamczyk und Hayes spekulieren, dass Unterschiede im Sexualverh alten helfen könnten zu erklären, warum Menschen in mehrheitlich muslimischen Ländern tendenziell niedrigere Prävalenzraten von HIV/AIDS haben als Einwohner anderer Länder.

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