Arme Eltern ermutigen nicht zum Abschluss der High School

Arme Eltern ermutigen nicht zum Abschluss der High School
Arme Eltern ermutigen nicht zum Abschluss der High School
Anonim

Eltern aus ärmeren Verhältnissen ermutigen ihre Kinder weniger, die High School zu beenden, laut einer neuen Analyse der University of Melbourne.

Ungefähr sechs von zehn Kindern aus sozioökonomischen Haush alten in Australien schließen derzeit die High School ab, während 90 % der Schüler aus wohlhabenderen Familien ihre Sekundarschulbildung abschließen.

Der leitende Forscher Dr. Cain Polidano (0409 703 296) vom Melbourne Institute of Applied Economic and Social Research sagte, die Einstellung der Eltern spiele eine entscheidende Rolle.

"Unterschiede in den Bildungsbestrebungen der Eltern sind wahrscheinlich der wichtigste Faktor, der die Kluft in den Schulabschlussquoten erklärt", sagte er.

Die Studie ergab, dass benachteiligte Schüler nicht nur mit geringerer Wahrscheinlichkeit planen, die High School abzuschließen (76 % im Vergleich zu 90 % der besser gestellten Schüler), sondern auch weniger glauben, dass ihre Eltern wollen, dass sie die Schule beenden (58 % vs. 73 %).

"Noch wichtiger ist jedoch, dass Eltern mit geringerem Einkommen Berufsbildungskurse - für die keine Schulabschlussvoraussetzung vorausgesetzt wird - gegenüber Universitätskursen bevorzugen", sagte Dr. Polidano.

"Deshalb sind diese Eltern vielleicht eher bereit, ihre Kinder von der Schule abbrechen zu lassen.

"Vielen Eltern scheint nicht bewusst zu sein, dass mehr als 95 % der Schulen inzwischen ihre eigenen Berufsbildungskurse anbieten."

Unterschiede in der Qualität der angebotenen Schulen (einschließlich Ressourcen, Governance, Lehrer und Mitschüler) werden als relativ unwichtig für die Erklärung der Abschlusslücke eingeschätzt.

Aber die Studie ergab, dass gute Lehrer benachteiligte Schüler ermutigen, in der Schule zu bleiben, aber wenig Einfluss auf den Verbleib anderer Schüler haben.

"Dieses Ergebnis unterstreicht die besondere Bedeutung von Lehrern bei der Förderung einer positiven Lernkultur in Schulen mit niedrigem SES, wo schulische Leistungen unter Schülern und ihren Eltern möglicherweise nicht die Norm sind", sagte Dr. Polidano

"Diese Ergebnisse sollten Schulen und Politikern dabei helfen, Maßnahmen besser zu fokussieren, die darauf abzielen, die SES-Abschlusslücke zu schließen, was für die Verringerung der Chancenungleichheit von entscheidender Bedeutung ist."

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