Der Nachrichtenkonsum politischer Geschichten reicht nicht aus, um politisches Wissen zu bewahren

Der Nachrichtenkonsum politischer Geschichten reicht nicht aus, um politisches Wissen zu bewahren
Der Nachrichtenkonsum politischer Geschichten reicht nicht aus, um politisches Wissen zu bewahren
Anonim

Eine starke Demokratie hängt von klugen Wählern ab, die ihre Führer auf der Grundlage ihres Wissens über wichtige politische Themen auswählen. Eine der Möglichkeiten, wie Amerikaner etwas über Politik lernen, besteht darin, die Nachrichten zu verfolgen. Jetzt haben Forscher der University of Missouri School of Journalism herausgefunden, dass es nicht ausreicht, einfach nur den Nachrichten zu folgen.

Eine Panel-Umfrage, an der mehr als 1.200 Teenager im Alter von 12 bis 17 Jahren teilnahmen, ergab, dass Jugendliche mehr über Politik lernen, wenn sie darüber nachdenken und darüber sprechen, was sie lesen oder in den Nachrichten sehen. Edson Tandoc, ein Doktorand an der MU, stellte fest, dass Jugendliche, die mehr Zeit damit verbringen, nachzudenken und mit Gleich altrigen und Verwandten über die Nachrichten zu sprechen, tendenziell mehr über die politischen Entwicklungen im Land wissen.

"Das ist wichtig, weil die politische Identität eines Individuums lange vor dem Wahlrecht beginnt", sagte Tandoc. "Unsere politische Identität entsteht nicht über Nacht, und deshalb ist es wichtig, unsere zukünftigen Wähler schon in jungen Jahren zu formen."

Tandoc und seine Beraterin Esther Thorson, Professorin und stellvertretende Dekanin für Graduiertenstudien und Forschung an der MU School of Journalism, analysierten zwei Umfragen, die im Abstand von sechs Monaten durchgeführt wurden. Die erste Umfrage, die sechs Monate vor den Präsidentschaftswahlen 2008 durchgeführt wurde, befragte Teenager, wie oft sie die Nachrichten verfolgten, wie viel sie über die Nachrichten nachdachten und wie oft sie mit Gleich altrigen und Verwandten über politische Nachrichten diskutierten. Die zweite Umfrage, die unmittelbar nach den Wahlen durchgeführt wurde, stellte denselben Teenagern mehrere Fragen über Politik, um ihren Grad an politischem Wissen zu messen.

Tandoc fand heraus, dass Nachrichtenkonsum nicht direkt zu politischem Wissen führt. Stattdessen führt der Nachrichtenkonsum zum Nachdenken über die Nachrichten, was dann zu einer Beteiligung an Diskussionen über die Nachrichten führt, die schließlich mit politischem Lernen endet.

"Die Einbeziehung von Teenagern in den politischen Prozess ist für die Zukunft der Demokratie von entscheidender Bedeutung", sagte Tandoc. „Unsere Studie zeigt, dass es wichtig ist, wenn Eltern und Pädagogen das politische Wissen und Handeln jüngerer Generationen verbessern wollen, sie in Diskussionen darüber einzubeziehen, was sie in den Nachrichten lesen. Es reicht nicht aus, ihnen nur eine Geschichte zum Lesen zu geben. Teenager müssen in der Lage sein, über politische Themen nachzudenken und darüber zu sprechen, um das Wissen darüber zu beh alten."

Tandoc und Thorson stellten die Ergebnisse ihrer Studie letzten Monat auf der Konferenz der Association for Journalism and Mass Communication (AEJMC) in Chicago vor.

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