Ökologische Überwachung der Vogelpopulationen in Europa neu bewertet

Ökologische Überwachung der Vogelpopulationen in Europa neu bewertet
Ökologische Überwachung der Vogelpopulationen in Europa neu bewertet
Anonim

Biodiversitäts- und Umweltüberwachung ist von entscheidender Bedeutung, um Veränderungen in der Umwelt und in natürlichen Populationen zu diagnostizieren, um der Naturschutzpraxis relevante Daten und Empfehlungen zu liefern. Die Informationen aus dem Monitoring werden beispielsweise für die Gest altung und Bewertung von Biodiversitätsrichtlinien, Naturschutzmanagement, Landnutzungsentscheidungen und Umweltschutz benötigt.

Vögel sind aufgrund ihrer weltweiten Verbreitung und Beliebtheit Schlagzeilenindikatoren für Biodiversität. In Europa gibt es mehr als 600 Vogelüberwachungsprogramme, was zu enormen Anstrengungen führt.Fast 28.000 Menschen waren an den 144 Überwachungsprogrammen beteiligt, die in dem Naturschutzpapier analysiert wurden, und verbrachten fast 80.000 Personentage pro Jahr. Die Bewertung wurde in SCALES durchgeführt, einem groß angelegten integrierten Projekt, das vom 7. Rahmenprogramm (RP7) der Europäischen Union finanziert wird.

Bei einem speziellen SCALES-Symposium auf dem 3. Europäischen Kongress für Naturschutzbiologie (ECCB) vom 28. bis 31. August 2012 in Glasgow stellte der Erstautor Dr. Dirk Schmeller vom CNRS, Frankreich und Gastwissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig, Deutschland, kommentierte: „Obwohl Vogelbeobachtungspraktiken bei Naturschützern beliebt sind, wurden sie noch nie quantitativ charakterisiert Die Ergebnisse weisen auf ein hohes Potenzial für weitere Verbesserungen des Vogelmonitorings in Bezug auf die Gest altung der Probenahme, die Datenanalyse und die Einbeziehung von Freiwilligen aus der Öffentlichkeit hin."

"Variationen in Raum und Zeit können zu erheblichen Abweichungen in den Monitoring-Ergebnissen führen, was zu falschen naturschutzpolitischen Entscheidungen führen kann", fügte Dr. Klaus Henle vom UFZ und Koordinator von SCALES hinzu. „Daher kann es von entscheidender Bedeutung sein, das Bewusstsein für die räumliche oder zeitliche Größenordnung, in der die Überwachung durchgeführt wurde, zu schärfen!“

Um die Überwachungspraktiken zu optimieren, haben die Wissenschaftler eine Reihe von Empfehlungen vorgeschlagen. Für die meisten Überwachungsprogramme sind quantitative (Zähl-)Daten, wie z. B. die Anzahl der Individuen, die am besten zu erhebenden Datentypen, die eine Frühwarnung für den Naturschutz und die Politik liefern. Darüber hinaus könnte die Überwachung die Ressourcenzuteilung zwischen unabhängigen Überwachungsstellen optimieren. Wichtig ist, dass selbst geringe Abweichungen zwischen Standorten oder Jahren zu falschen Schlussfolgerungen führen können. daher sollte eine wiederholte Beprobung derselben Standorte innerhalb eines Jahres die Regel sein.

Bei begrenzter Arbeitskraft empfehlen Schmeller und Kollegen eine Erhöhung der Zahl der Überwachungsproben, selbst auf Kosten der Größe der einzelnen Proben.Darüber hinaus müssen mehr Kooperationen zwischen Überwachungsprogrammen unterschiedlicher Größenordnungen aufgebaut werden, damit die gesammelten Daten integriert und wiederverwendet werden können.

Schließlich müssen Monitoring-Koordinatoren besondere Anstrengungen unternehmen, um Freiwillige zu gewinnen. Koordinatoren müssen mehrere wichtige Punkte berücksichtigen: 1) die spezifischen Charaktere der lokalen Gemeinschaft; 2) eine Rekrutierungsstrategie für an Überwachung interessierte Freiwillige zu haben; 3) Aufrechterh altung einer guten Kommunikation mit den Freiwilligen; 4) niedrige Hierarchien haben und Freiwillige mit Respekt behandeln und 5) Verbindungen zu anderen Freiwilligenorganisationen herstellen, um einen Mehrwert für die Arbeit zu schaffen. Schmeller fügt hinzu: „Es gibt kein Patentrezept, um Freiwillige zu rekrutieren und zu h alten, aber es ist wichtig zu bedenken, dass die Freiwilligen ihre Freizeit für Überwachungsaktivitäten opfern, die für die gesamte Gesellschaft von Interesse sind!“

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