Über das Geben nachzudenken, nicht über das Empfangen, motiviert Menschen dazu, anderen zu helfen

Über das Geben nachzudenken, nicht über das Empfangen, motiviert Menschen dazu, anderen zu helfen
Über das Geben nachzudenken, nicht über das Empfangen, motiviert Menschen dazu, anderen zu helfen
Anonim

Uns wird oft gesagt, dass wir „unsere Segnungen zählen“und dankbar sein sollen für das, was wir haben. Und die Forschung zeigt, dass uns das glücklicher macht. Aber wird es tatsächlich unser Verh alten gegenüber anderen ändern?

Eine neue Studie, die in Psychological Science, einer Zeitschrift der Association for Psychological Science, veröffentlicht wurde, legt nahe, dass das Nachdenken über das, was wir gegeben haben, anstatt über das, was wir erh alten haben, dazu führen kann, dass wir anderen gegenüber hilfreicher sind.

Die Forscher Adam Grant von der Wharton School der University of Pennsylvania und Jane Dutton von der Ross School of Business der University of Michigan wollten verstehen, wie Reflexion in Form von ausdrucksstarkem Schreiben prosoziales Verh alten beeinflussen könnte.Sie beobachteten, dass wir uns vielleicht verpflichtet fühlen, dieser Person zu helfen, wenn wir darüber nachdenken, was wir von einer anderen Person erh alten haben, aber die Motivation zu helfen erstreckt sich nicht unbedingt auf andere Menschen. Und wenn wir über das nachdenken, was wir von anderen erh alten haben, können wir uns sogar abhängig und verpflichtet fühlen.

Die Forscher fragten sich, ob das Nachdenken über Zeiten, in denen wir anderen etwas gegeben haben, effektiver sein könnte, um das Helfen zu fördern. Sie stellten die Hypothese auf, dass das Nachdenken über das Geben eine Person dazu bringen könnte, sich selbst als Wohltäterin zu sehen, ihre Identität als fürsorgliche, hilfsbereite Person zu stärken und sie zu motivieren, Maßnahmen zum Nutzen anderer zu ergreifen.

In ihrem ersten Experiment untersuchten die Forscher Spendensammler, deren Aufgabe es war, Alumni-Spenden zu erbitten, um verschiedene Programme an einer Universität zu unterstützen. Die Forscher teilten die Spendenaktionen nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen auf: Eine Gruppe schrieb Tagebucheinträge über jüngste Erfahrungen, dankbar zu sein, einen Vorteil zu erh alten, und die andere Gruppe schrieb Tagebucheinträge über jüngste Erfahrungen, in denen sie einen Beitrag leisteten, der anderen Menschen ermöglichte, sich dankbar zu fühlen.

Grant und Dutton haben dann gemessen, wie viele Anrufe jede Spendenaktion pro Stunde in den zwei Wochen vor und den zwei Wochen nach der Woche getätigt hat, in der sie Tagebuch geführt haben. Da die Spendensammler mit einem festen Stundensatz bezahlt wurden, ohne Spendenziele oder Anreize, spiegelte die Anzahl der von ihnen getätigten Anrufe ihre freiwillige Anstrengung wider, Spenden für die Universität zu sammeln.

Wie die Forscher annahmen, steigerten die Spendensammler, die über Spenden für nur zwei oder drei Tage schrieben, ihre stündlichen Anrufe in den folgenden zwei Wochen um mehr als 29 %. Die Spendensammler, die über den Empfang schrieben, zeigten jedoch keine Veränderung in der Anzahl der getätigten stündlichen Anrufe.

In einem zweiten Experiment ordneten die Forscher College-Studenten nach dem Zufallsprinzip einer von drei Gruppen zu und forderten sie auf, drei Möglichkeiten aufzulisten, wie sie kürzlich Hilfe geleistet hatten, drei Möglichkeiten aufzulisten, wie sie kürzlich Hilfe erh alten hatten, oder drei verschiedene Lebensmittel aufzulisten, die sie hatten in der letzten Woche gegessen.

Als die Teilnehmer einige Wochen später zum Verh altenslabor der Universität kamen, um ihre Zahlung für die Teilnahme an der Studie abzuholen, erhielten sie ein Formular, das das Erdbeben und den Tsunami vom 11. März 2011 in Japan beschreibt.Auf dem Formular wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie einen Teil ihrer 5-Dollar-Zahlung an einen Erdbebenhilfefonds spenden möchten.

Insgesamt haben 26 % der Teilnehmer einen Geldbetrag gespendet. Ähnlich wie bei den Ergebnissen des ersten Experiments spendeten Teilnehmer, die über das Geben nachdachten, mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit (46,15 %) als diejenigen in der Bedürftigen- (21,43 %) oder der Kontrollgruppe (13,33 %).

Grant und Dutton glauben, dass die Ergebnisse dieser beiden Experimente wichtige Auswirkungen auf die reale Welt haben.

"Helfen, Geben, Freiwilligenarbeit und andere Aktionen, die unternommen werden, um anderen zu helfen, spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz der Gesundheit, der Förderung von Bildung, der Bekämpfung von Armut und Hunger und der Bereitstellung von Katastrophenhilfe", schreiben die Forscher.

Diese neue Studie legt nahe, dass die Selbstreflexion über das Geben ein wirksames Instrument sein kann, um zu helfendem und ehrenamtlichem Verh alten zu motivieren, das Einzelpersonen und Gemeinschaften zugute kommt.Wenn wir über positive Erfahrungen nachdenken, kann es sich lohnen, darüber nachzudenken, was wir anderen gegeben haben – nicht nur, was wir erh alten haben.

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