Viele Arbeitgeber verwenden Facebook-Profile, um Bewerber zu überprüfen

Viele Arbeitgeber verwenden Facebook-Profile, um Bewerber zu überprüfen
Viele Arbeitgeber verwenden Facebook-Profile, um Bewerber zu überprüfen
Anonim

Ihr unangemessenes Facebook-Profil, Posts und Fotos könnten Sie Ihren nächsten Job verlieren, so eine eingehende Studie von Arbeitgebern aus sechs verschiedenen Branchen. Die Schlussfolgerung eines Papiers, das diesen Monat im International Journal of Work Innovation veröffentlicht wird, zeigt, dass viele Arbeitgeber die Facebook-Profile von Stellenbewerbern verwenden, um schwächere Bewerber basierend auf der Wahrnehmung von Lebensstil, Einstellungen und persönlichem Erscheinungsbild herauszufiltern.

Vanessa A. de la Llama, Isabel Trueba, Carola Voges, Claudia Barreto und David J. Park von der School of Journalism and Mass Communication, Florida International University in North Miami, schlagen vor, dass Arbeitgeber Facebook nutzen, um Bewerber zu bewerten für einen Job bei ihnen, schaffen eine neue digitale Kluft und zeigen, wie unsere Freiheiten in Bezug auf virtuelle Identitäten zunehmend von der Arbeitswelt eingeschränkt werden.

Hunderte Millionen Menschen haben sich in den letzten sechs Jahren dem sozialen Online-Netzwerk Facebook angeschlossen. Es ist zu einem der beliebtesten Tools geworden, um mit Freunden, Familie und anderen Bekannten in Kontakt zu bleiben. Es ist jedoch bekanntermaßen offen gest altet und seine undurchsichtigen Datenschutzeinstellungen bedeuten, dass viele Menschen möglicherweise mehr und mehr teilen, als sie es sonst tun würden, ohne zu erkennen, dass potenzielle Arbeitgeber und andere peinliche oder anderweitig kompromittierende Aspekte ihres Sozial- und Familienlebens sehen könnten.

Es gab natürlich zahlreiche gefeierte Fälle von Facebook-Aktivitäten einer Person, die angeblich zu einer fristlosen Entlassung führten, weil sie als Gefährdung der Integrität ihres Arbeitgebers und ihrer Unternehmensmarke wahrgenommen wurde. Wie verbreitet dies ist, ist schwer zu sagen, da solche Fälle relativ selten sind, obwohl sie von den skandalfreudigen Elementen der Medien und der Blogosphäre weithin bekannt gemacht wurden.

"Während Arbeitgeber Facebook nutzen, um ihre Mitarbeiter zu überwachen, haben sie auch damit begonnen, es als Screening-Tool zu verwenden, wenn sie potenzielle Kandidaten in Betracht ziehen", sagt de la Llama und Kollegen, "weil dies ein ziemlich neuer Trend ist, a Standardisierte Richtlinien müssen noch aufgestellt werden, da Arbeitgeber Bewerber oft subjektiv beurteilen."

Das Team befragte Vertreter aus den Bereichen Informationstechnologie, Gesundheitswesen und Wellness, Bildung, Strafverfolgung, Essen und Trinken, Reisen und Werbung und deutet an, dass ihre Ergebnisse einen wachsenden Trend beleuchten. Sie hoffen, die ethischen Fragen zur Debatte darüber aufzuwerfen, ob Arbeitgeber Facebook und vielleicht andere soziale Netzwerke verwenden sollten, um Kandidaten zu überprüfen. Es muss die Frage gestellt werden, ob Arbeitgeber Bewerbern Chancengleichheit bieten, wenn sie vor Vorstellungsgesprächen das „Image“im Internet bewerten. Natürlich ist es möglich, dass die eigene Facebook-Aktivität ein durchaus akzeptables Fenster zur eigenen Persönlichkeit ist.

"Arbeitssuchende sollten sich darüber im Klaren sein, dass ihre zukünftigen Arbeitgeber ihre Facebook-Profile auf der Suche nach einem Einblick in ihre Persönlichkeit genau beobachten", schließt das Team. „Obwohl diese Praxis viele ethische Fragen aufwirft, handelt es sich um ein aufkommendes Phänomen, das sich nicht verlangsamt."

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