Kleine Einkommensunterschiede führen zu einem schnelleren mobilen Wachstum

Kleine Einkommensunterschiede führen zu einem schnelleren mobilen Wachstum
Kleine Einkommensunterschiede führen zu einem schnelleren mobilen Wachstum
Anonim

Die Kombination aus Einkommensniveau und Einkommensverteilung erklärt, warum einige Länder neue Mobilfunkdienste schneller eingeführt haben als andere.

In den letzten Jahren haben wir das Wachstum von Unternehmen erlebt, deren Geschäftskonzept auf der Vermittlung und Koordinierung von Dienstleistungen und Informationen zwischen einer großen Anzahl von Einzelpersonen und Organisationen basiert.

Anbieter von Diensten im Zusammenhang mit mobiler Kommunikation, die Online-Kleinanzeigen-Website Finn.no, Facebook, iTunes und eBay sind einige Beispiele für Unternehmen, die als vermittelnde Dienstleister tätig sind.

"Diese Unternehmen stellen wichtige Bausteine ​​in einer netzwerkbasierten Wirtschaft dar", sagt Strategieforscher Ulas Burkay.

Ein besonderes Merkmal dieser Art von Service ist, dass nicht nur die Servicequalität den Wert für den Kunden bestimmt, sondern auch, wie viele andere ihn nutzen. Dieses Phänomen wird als "Netzwerkeffekt" bezeichnet.

Langfristig würden Sie wenig Nutzen aus Ihrem Mobiltelefon ziehen, wenn Sie nicht jemanden hätten, den Sie anrufen könnten.

Als das Handy die Welt eroberte

In seiner an der BI Norwegian Business School verteidigten Doktorarbeit interessierte sich Ulas Burkay dafür, herauszufinden, wie diese Art von Mediationsdiensten neue Märkte erschließen.

  • Was bestimmt, in welchen Ländern sich diese Dienstleister für den Aufbau einer Infrastruktur entscheiden?
  • Was veranlasst einige Länder, neue digitale Dienste schneller einzuführen als andere?

Burkay hat die Einführung von Mobilfunkdiensten in 87 Ländern über einen Zeitraum von 24 Jahren untersucht. Er nimmt den ersten kommerziellen Start des Mobilfunks in Finnland im Jahr 1980 als Ausgangspunkt und untersucht seine internationale Etablierung bis 2003.

Der Strategieforscher interessierte sich besonders für die Betrachtung der Netzwerkeffekte, also wie der Wert eines Dienstes mit der Anzahl der Nutzer steigt.

Einkommensgleichheit führt zu schnellerem Wachstum

In seiner Dissertation zeigt Ulas Burkay, dass die Kombination aus durchschnittlichem Einkommensniveau eines Landes und geringen Einkommensunterschieden zu einer schnelleren Nutzung neuer digitaler und mobiler Dienste führt.

"Der hohe Wert eines gerecht verteilten Durchschnittseinkommens führt dazu, dass sich mehr Menschen den Service leisten können. Der Wert des Service steigt mit der Anzahl der Nutzer.Dies signalisiert erhebliche potenzielle Vorteile für diejenigen, die den Dienst noch nicht in Anspruch genommen haben. Das trägt zur weiteren Verbreitung bei“, sagt Burkay.

Wenn neue Mobilfunktechnologien nach und nach neue Märkte erobern, wird es billiger, Infrastrukturen in neuen Ländern aufzubauen. Folglich werden die Dienstleister auch neue Märkte mit niedrigerem Einkommensniveau und weniger gerechter Einkommensverteilung erschließen.

Laut Burkay zeigt seine Studie, dass das größte Marktpotenzial für neue digitale Dienste in Ländern mit hohem Einkommensniveau und gerechter Einkommensverteilung liegt.

Referenz: Ulas Burkay (2012): "The Rise of Mediating Firms: The Adoption of Digital Mediating Technologies and the Consequent Re-oragnization of Industries." Dissertationsreihe 4/2012. BI Norwegische Business School.

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