Ideale Art, Sprungschüsse im Handball zu machen, detailliert

Ideale Art, Sprungschüsse im Handball zu machen, detailliert
Ideale Art, Sprungschüsse im Handball zu machen, detailliert
Anonim

Für Handballer gehören Knöchelverstauchungen einfach zum Leben dazu. Doch das könnte sich bald ändern: Christian Peham und Kollegen von der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben die drei wichtigsten Bänder des Sprunggelenks einer detaillierten Analyse unterzogen. Die Gruppe untersuchte die Bewegungen und Belastungen der Bänder beim Sprungwurf, dem häufigsten Torschuss.

Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, das Verletzungsrisiko deutlich zu reduzieren. Pehams Studie ist in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biomechanics erschienen.

Handball gehört zu den Top-4-Sportarten, zumindest was das Verletzungsrisiko angeht.Insbesondere beim Sprungwurf kommt es häufig zu verstauchten Knöcheln, Bänderrissen zwischen Fuß- und Unterschenkelknochen. Eines der Ziele der Sportwissenschaft ist die Minimierung von Sportverletzungen bei gleichzeitiger Leistungssteigerung. Viele Trainer und Sportwissenschaftler greifen dabei zunehmend auf Hightech-Methoden zurück, wie etwa die Computermodellierung beweglicher Gelenke.

Virtuelles Sprunggelenk

Um zu verstehen, warum das Sprunggelenk beim Sprungwurf so verletzungsanfällig ist, hat ein Wissenschaftlerteam um Christian Peham von der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni Vienna) nun untersucht, welchen Belastungen und Belastungen das Sprunggelenk ausgesetzt ist Die drei wichtigsten Bänder im Sprunggelenk werden einem Sprungwurf unterzogen. Peham selbst ist Leiter der Movement Science Group an der Vetmeduni Vienna und die Arbeit wurde gemeinsam mit Forschenden der Universität Wien und der Technischen Universität Wien durchgeführt.

Die Wissenschaftler untersuchten digitalisierte Videos von Handballspielern in Aktion in Kombination mit einem anatomisch präzisen und beweglichen Computermodell des menschlichen Körpers.Die Messungen zeigten, dass die Bänder bei der Landung stärker belastet werden als beim Absprung. Das Sprunggelenk erwies sich in der sehr kurzen Landezeit als besonders instabil. Peham fasst die Ergebnisse zusammen: „Bei der Landung gibt es zusätzliche Belastungen für die Bänder, die im Voraus schwer vorhersehbar sind und ein besonders hohes Verletzungsrisiko haben.“

Spezielles Training für weniger Verletzungen

Die Ergebnisse können als Ausgangspunkt für die Entwicklung von Trainingstechniken für Handballspieler verwendet werden, um ihnen zu helfen, das Verletzungsrisiko zu verringern. Vor allem Nachwuchsspieler könnten von verbesserten Trainingsmethoden profitieren, da die neuen und verbesserten Bewegungsabläufe von Anfang an erlernt werden könnten. Wie Peham sagt: „Wenn wir die Anatomie des Sprunggelenks, seine Bewegungen und Belastungen verstehen, können wir Trainern Tipps geben, wie sie an das Training herangehen können, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.“

Die Studie wurde durch das „Sparkling Science“-Programm des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) finanziert. Die Methode zur Analyse von Sprungschüssen wurde gemeinsam mit Kindern der Gymnasien Frauengasse, Baden (Niederösterreich) entwickelt.

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