Neuer Bericht zeigt die Auswirkungen globaler Krisen auf die internationale Entwicklung

Neuer Bericht zeigt die Auswirkungen globaler Krisen auf die internationale Entwicklung
Neuer Bericht zeigt die Auswirkungen globaler Krisen auf die internationale Entwicklung
Anonim

Globale Krisen und das langsame Brennen des Klimawandels haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben und die Lebensgrundlagen armer Menschen auf der ganzen Welt und stellen laut einer neuen Studie grundlegende Ideen darüber in Frage, was Entwicklung ist und wie sie abläuft melden.

"Zeit, Entwicklung neu zu denken?" ist die neueste Ausgabe des IDS Bulletin, der Flaggschiff-Zeitschrift des Institute of Development Studies (IDS), herausgegeben von Wiley-Blackwell.

Der Bericht stützt sich auf 20 Fallstudien aus der ganzen Welt, die von den Erfahrungen indigener Völker in Brasilien bis hin zu Rückmeldungen von Wohltätigkeitsorganisationen, Forschern und Akademikern bei einem Workshop in Äthiopien reichen.

Diese Fallstudien untersuchten, wie verschiedene Gruppen an verschiedenen Orten auf die Krisen reagierten, darunter der Privatsektor, die Zivilgesellschaft, die Regierung, religiöse Gruppen, Studenten und Hilfsspender. Der Bericht hinterfragt zentrale Entwicklungsannahmen und -ideen und kommt zu dem Schluss:

  • Wirtschaftswachstum ist nicht immer eine Kraft zum Guten - obwohl es keine Alternative zum Wachstum gibt, gibt es alternative Formen des Wachstums, und wie bei der Technologie kommt es darauf an, wie sie gesteuert wird.
  • Die Zivilgesellschaft hat die Megaschocks nicht gut genug bewältigt - Fallstudien ergaben, dass die Zivilgesellschaft die Herausforderungen oder Chancen, die die Krisen boten, nicht ausreichend bewältigt hat.
  • Der Nationalstaat ist relevanter als multilaterale Mechanismen - globale Vereinbarungen zu Klima, Handel und Drogen bestimmen nicht das nationale Verh alten, aber nationale Allianzen verleihen globalen Vereinbarungen Sauerstoff und Glaubwürdigkeit. Mehrere Fallstudien zeigten, wie nationale Eigeninteressen weiterhin kollektive Maßnahmen untergraben werden, die im langfristigen Interesse aller liegen.

Professor Lawrence Haddad, Direktor des Institute of Development Studies und Mitherausgeber von "Time to Reimagine Development?" sagte:

"Die globalen Krisen der letzten vier Jahre und das langsame Brennen des Klimawandels haben unsere Lebensweise in Frage gestellt und grundlegende Auswirkungen auf die internationale Entwicklung gehabt. Aber diese Forschung zeigt, dass obwohl einige neue Ideen entstanden sind, haben sie sich bemüht, etablierte Konzepte zu verdrängen und sich in das Entwicklungsdenken einzubetten.

"Es ist klar, dass die aufstrebenden Mächte - wie China, Indien und Brasilien - und die neuen Geber und Philanthropen nicht unbedingt unterschiedliche Wege gehen werden. Und es bleibt fraglich, ob Entwicklungsdenken jetzt besser geeignet ist für die Bewältigung unvorhergesehener Krisen als vor 2008."

Diese Ausgabe des IDS Bulletin finden Sie online unter:

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