Religion und Ökologie unter den Blang in China

Religion und Ökologie unter den Blang in China
Religion und Ökologie unter den Blang in China
Anonim

Die von zwei Queen's-Forschern durchgeführte Feldarbeit könnte dazu beitragen, kulturell angemessene Naturschutzbemühungen und Umweltbildungsprogramme in einem abgelegenen Berggebiet im Südwesten Chinas zu entwickeln, wo die Entwaldung ein großes Umweltproblem darstellt.

James Miller, Professor an der School of Religion and the Cultural Studies, und An Jing, Gastforscherin an der School of Graduate Studies, fanden eine deutliche Verbindung zwischen der starken religiösen Kultur der indigenen Blang und die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung ihrer Region.

"Unsere Forschung liefert klare Beweise dafür, dass die Religion eine einflussreiche Rolle bei der Verw altung der Beziehung zwischen den Blang-Leuten und ihren lokalen Ökosystemen spielt", sagt.Dr. Müller. "Ihr religiöses Leben ist keine Frage des privaten Glaubens oder der persönlichen Spiritualität, sondern ein kulturelles System, das sich eindeutig mit ökologischen und wirtschaftlichen Systemen überschneidet."

Die Dorfbewohner von Blang, die früher Subsistenzbauern waren, haben sich jetzt fast ausschließlich der Produktion von Teeblättern zugewandt, die bei der Verarbeitung zu einem äußerst wertvollen Endprodukt werden. Seit China in den 1980er Jahren mit Wirtschafts- und Landbesitzreformen begann, haben die Dorfbewohner ihr Land stetig auf die Teeproduktion umgestellt, wobei Teesträucher nun die steilen Berghänge dominieren.

Interessanterweise beobachteten die Forscher, dass die jüngste wirtschaftliche Entwicklung durch die Teeproduktion im Dorf zu einem Wiederaufleben der Religion, dem Bau neuer Tempel und verschwenderischen religiösen Aktivitäten beiträgt. Aber während die Wirtschaft davon profitiert, wirkt sich die Entwaldung auf den Erh alt der biologischen Vielf alt und die Wasserwirtschaft in der Umgebung aus.

Während eines dreimonatigen jährlichen buddhistischen Festes, das den Beginn der Regenzeit markiert, ist es jedoch verboten, große Bäume zu fällen.Während in traditionellen Zeiten die Bäume vielleicht für den Bau von Häusern gefällt wurden, werden sie heutzutage gefällt, um das verfügbare Land für die Teeproduktion zu vergrößern. Die Einh altung des Baumfällgebots wirkt sich positiv auf die lokale Ökologie aus, indem die Baumfällung verlangsamt wird. Es zeigt auch, wie indigene Religion und Kultur ein Verbündeter bei der Förderung von Naturschutzbemühungen sein können.

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