Wählen verursacht Stress

Wählen verursacht Stress
Wählen verursacht Stress
Anonim

Während sich die Vereinigten Staaten einer weiteren Wahl nähern, haben Forscher der Ben-Gurion University of the Negev (BGU) zum ersten Mal wissenschaftlich festgestellt, dass die Wahl ein stressiges Ereignis ist, das messbare hormonelle Veränderungen hervorruft.

Laut Prof. Hagit Cohen von der Abteilung für Angst- und Stressforschung an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der BGU: „Wir verstehen, dass emotionale Veränderungen zusammenhängen und verschiedene physiologische Prozesse beeinflussen, aber wir waren überrascht, dass die Stimmabgabe bei demokratischen Wahlen emotionale Ursachen hat Reaktionen, begleitet von solch physischem und psychischem Stress, der unsere Entscheidungsfindung leicht beeinflussen kann."

In einer Studie, die in der Printzeitschrift European Neuropsychopharmacology veröffentlicht werden soll, fanden Forscher heraus, dass der Cortisolspiegel – ein Hormon, das in Zeiten von Stress ausgeschüttet wird, um dem Körper bei der Bewältigung von Bedrohungen zu helfen – kurz vor der Abstimmung fast dreimal so hoch war als der Cortisolspiegel der Kontrollgruppe und fast doppelt so hoch wie 21 Monate später.Es ist bekannt, dass der Körper, wenn sich eine Person in einem Zustand von Stress, Bedrohung oder emotionalem Stress befindet, eine Reihe von Hormonen wie Cortisol freisetzt, das als „Stresshormon“bekannt ist.

Die Studie wurde am israelischen Wahltag 2009 an 113 Personen durchgeführt, die auf dem Weg zur Wahl waren. Sie wurden gebeten, eine Speichelprobe für Cortisoltests abzugeben und einen Fragebogen auszufüllen, der ihre emotionale Erregung an einem Stand untersuchte, der etwa 10 Meter von der Wahlurne entfernt aufgestellt war. Die Kontrollgruppe bestand aus anderen Personen aus der gleichen Gegend, die gebeten wurden, am Tag nach der Wahl einen Speicheltest durchzuführen und den Fragebogen auszufüllen.

Die Studie fand auch heraus, dass die Menschen kurz vor der Stimmabgabe emotional stärker erregt waren. „Da wir uns nicht gerne ‚gestresst‘fühlen“, fügt Prof. Cohen hinzu, „ist unklar, ob dieser Druck am Wahltag die Menschen beeinflussen und sie dazu bringen kann, überhaupt nicht zur Wahl zu gehen. Angesichts dessen ist die Auswirkung auf die Wahlbeteiligung besonders wichtig Der Stresspegel steigt, wenn unsere bevorzugte Partei oder der Kandidat, den wir wählen möchten, in den Umfragen und Hochrechnungen nicht beliebt ist."

Die Forscher betonten, dass ihre Ergebnisse nur ein erster Schritt zum Verständnis der Beziehung zwischen Stress auf biologischer Ebene und der Stimmabgabe seien und dass ihre Studie nicht untersuchte – und daher auch nicht herausfand –, ob hohe Cortisolspiegel die Wahl beeinflussen. Beweise für Entscheidungsfindungsprozesse und biologische Prozesse im Körper sollten jedoch in der zukünftigen Forschung untersucht werden.

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