Psychologische Faktoren, die junge Erwachsene beschäftigen

Psychologische Faktoren, die junge Erwachsene beschäftigen
Psychologische Faktoren, die junge Erwachsene beschäftigen
Anonim

Der heutige rasche wirtschaftliche Wandel und die Turbulenzen auf dem Arbeitsmarkt machen frühe Karrieren besonders instabil, aber neue Forschungsergebnisse, die auf der 106. Jahrestagung der American Sociological Association vorgestellt werden, zeigen, dass junge Arbeitnehmer mit bestimmten Merkmalen turbulente Zeiten besser überstehen als ihre Kollegen.

"Die derzeitige 'Große Rezession' in Europa und Amerika hatte besonders schwerwiegende Folgen für junge Arbeitnehmer", sagte Jeylan Mortimer, Professor für Soziologie an der University of Minnesota. „Sie leiden unter hohen Arbeitslosenquoten mit nachh altigen Folgen für ihre Karriere."

Die Studie identifiziert drei psychologische Orientierungen und Verh altensweisen, die den Erwerbserfolg beim Übergang ins Erwachsenen alter beeinflussen: Bildungsaspiration, Berufszielsicherheit und Aktivitäten zur Stellensuche.

"Obwohl strukturelle Faktoren wie Branche, Region usw. zweifellos wichtig sind, haben sich diese drei Merkmale als besonders wichtige Ressourcen für den Karriereübergang herausgestellt", sagte Mike Vuolo, Assistenzprofessor für Soziologie an der Purdue University.

Junge Erwachsene, die im Alter von 18 bis 30 Jahren hohe Karriereambitionen und klare Karriereziele beibehielten, waren zwischen 2007 und 2009 (als sie 33-36 Jahre alt waren) eher erwerbstätig und hatten 2009 auch höhere Löhne Junge Arbeitnehmer, die größere Unentschlossenheit in Bezug auf ihre Karriereziele zeigten, waren weniger erfolgreich darin, die wirtschaftlichen Turbulenzen während der Großen Rezession zu überstehen. Diese Trends hielten an, selbst wenn die Bildungsabschlüsse kontrolliert wurden.

"Die in dieser Studie identifizierten Faktoren hängen untereinander zusammen und beeinflussen auch längerfristige Erfolge und Schwachstellen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten", sagte Mortimer.

Diese Studie stützt sich auf Daten aus der Youth Development Study, einer fortlaufenden Längsschnittstudie, die 1988 damit begann, eine Gruppe von Neuntklässlern öffentlicher Schulen in St. Paul, Minnesota, zu verfolgen. Die ursprüngliche Stichprobe umfasste 1.010 Jugendliche. Die Teilnehmer werden seither jährlich befragt und sind heute etwa 37-38 Jahre alt. Die Analyse für die Mortimer/Vuolo-Studie umfasst die Jahre, in denen die Teilnehmer 18 bis 36 Jahre alt waren.

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