Experten sind selbstzufrieden mit Netzwerkangriffen: Studie zeigt, dass physische Angriffe auf die Infrastruktur von Kommunikationsnetzwerken als Risiko mit geringer Priorität eingestuft werden

Experten sind selbstzufrieden mit Netzwerkangriffen: Studie zeigt, dass physische Angriffe auf die Infrastruktur von Kommunikationsnetzwerken als Risiko mit geringer Priorität eingestuft werden
Experten sind selbstzufrieden mit Netzwerkangriffen: Studie zeigt, dass physische Angriffe auf die Infrastruktur von Kommunikationsnetzwerken als Risiko mit geringer Priorität eingestuft werden
Anonim

Branchenexperten und Forscher unterschätzen möglicherweise die Bedrohung der Internetsicherheit durch physische Angriffe auf die Telekommunikationsinfrastruktur, so eine neue Studie.

Nur neun Prozent der Branchenexperten und Forscher, die an einer internationalen Umfrage teilgenommen haben, hielten physische Angriffe auf die Infrastruktur für eine wahrscheinliche Bedrohung der zukünftigen Internetsicherheit.

Ganz oben auf ihrer Sorgenliste stand Datenmissbrauch, gefolgt von eher netzwerkbezogenen Problemen wie böswilligen Traffic-Angriffen oder Datenintegrität im Netzwerk selbst.

Die Ergebnisse, die von einer internationalen Partnerschaft unter Leitung der Lancaster University zusammengetragen wurden, zeigten, dass 33 Prozent der Branchenführer und Forscher Vertrauensbruch innerhalb von Unternehmen und den Missbrauch persönlicher Informationen - zum Beispiel über Facebook oder E-Banking - als ihr größtes Internet-Sicherheitsproblem.

Die Bedrohung durch böswillige Angriffe auf den Netzwerkverkehr kam an zweiter Stelle (27 Prozent), während Schwachstellen in neu entstehenden Cloud-Umgebungen aufgrund geringerer Eigentumsrechte an Ressourcen und Daten an dritter Stelle standen (18 Prozent).

Netzwerkexperten geteilt

Forscher fanden auch eine deutliche Diskrepanz zwischen den Prioritäten von Forschung und Industrie. Während Branchenexperten Social-Engineering-Angriffe als eines der wichtigsten zukünftigen Risiken einstufen, stellen Forscher böswillige Traffic-Angriffe an die erste Stelle. Woher diese Diskrepanz kommt, wird derzeit untersucht. Ein Grund könnte die zunehmende Nutzung und wachsende kommerzielle Bedeutung von nutzerzentrierten Online-Diensten sein.

Die Ergebnisse sind Teil einer laufenden Studie, die neu entstehende und zukünftige Bedrohungen für den Betrieb fester und drahtloser Telekommunikationsnetze untersucht, an der bisher 160 hochrangige Experten, hauptsächlich in Großbritannien und Indien, teilgenommen haben.

Unter den Teilnehmern der Studie befanden sich Gesetzgeber und hochrangige Persönlichkeiten aus der Industrie, wie etwa der Sicherheitschef eines der größten europäischen Netzbetreiber. An der Studie nahmen auch Leiter relevanter Ministerien teil.

Strategische Zusammenarbeit zwischen Indien und Großbritannien und Technologieaustausch

Die Arbeit wurde im Einklang mit kürzlich von der britischen Regierung entwickelten strategischen Studien durchgeführt, um die führende Rolle des Vereinigten Königreichs in der globalen digitalen Wirtschaft sicherzustellen.

Die neuen Daten werden dazu beitragen, das Verständnis potenzieller Schwachstellen der kritischen Infrastruktur zu verbessern, die das zukünftige Internet und Cloud-Computing-Umgebungen untermauert. Es wird Regierungen und Industrie auch dabei helfen, intelligente Lösungen zu entwickeln, um die Auswirkungen und die Häufigkeit solcher Bedrohungen zu minimieren.

Dr. Andreas Mauthe von der School of Computing and Communications der Lancaster University sagte: „Die Bedrohungslandschaft für Computernetzwerke und Internetsicherheit hat sich in den letzten Jahren rasant verändert. Es wird immer wichtiger, dass wir auf neue Arten digitaler Bedrohungen in naher Zukunft vorbereitet sind.“Zukunft.

"Solche Bedrohungen reichen von sozialen und menschlichen Faktoren (wie soziale Netzwerke und zwischenmenschliches Vertrauen bei der Datenverarbeitung, -speicherung und -verarbeitung in der Cloud über das Internet) bis hin zu neuen Zugangsgeräten, Anwendungen und Endsystemen wie iPads, Smartphones, Facebook, Laptops, In-Car-Kommunikation, iPlayer und Online-Gaming.

"Einige Bedrohungen wurden möglicherweise unterschätzt. Nur 9 Prozent der Forschungs- und Branchenexperten haben physische Angriffe auf die Infrastruktur als wahrscheinliche zukünftige Bedrohung angegeben. Dies steht im Gegensatz zu unserer zunehmenden Abhängigkeit von der digitalen Wirtschaft, einschließlich Online Dienstleistungen von Regierungen und Unternehmen.Gezielte Angriffe auf die zugrunde liegende Kommunikationsinfrastruktur könnten das Potenzial haben, die Zündschnur für die nächste globale Krise zum Leuchten zu bringen."

Das Forschungsteam umfasst die Lancaster University (unter der Leitung von Dr. Andreas Mauthe), die University of Ulster (unter der Leitung von Professor Gerard Parr) und das IIT Madras India (unter der Leitung von Professor Hema Murthy).

Die Arbeit fällt unter das India-UK Advanced Technology Centre (IU-ATC) in Next Generation Networks Systems and Services, das von der britischen Regierung über das Research Councils UK Digital Economy Program und vom indischen Government's Department of finanziert wird Wissenschaft und Technologie (DST). Die Zusammenarbeit befasst sich insbesondere mit der Entwicklung und dem Austausch von Wissen und Technologie zwischen Indien und Großbritannien, aber auch mit einer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie in einem immer wichtiger werdenden Markt. Derzeit stellt das IU-ATCV die größte indisch-britische Zusammenarbeit dieser Art zwischen beiden Ländern dar

Weitere Einzelheiten zu IU-ATC finden Sie unter

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