Bezahlter Zugang zu Zeitschriftenartikeln kein großes Hindernis für Wissenschaftler

Bezahlter Zugang zu Zeitschriftenartikeln kein großes Hindernis für Wissenschaftler
Bezahlter Zugang zu Zeitschriftenartikeln kein großes Hindernis für Wissenschaftler
Anonim

Sie sagen, dass die besten Dinge im Leben kostenlos sind, aber wenn es um wissenschaftliche Veröffentlichungen im Internet geht, legt ein neuer Forschungsbericht im FASEB Journal etwas anderes nahe. In dem Bericht zeigt Philip M. Davis von der Cornell University, dass der freie Zugang zu wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln zu einer Zunahme der Downloads, aber nicht zu einer Zunahme der Zitierungen (deren Nutzung) führt, ein Schlüsselfaktor, der beim wissenschaftlichen Veröffentlichen verwendet wird, um die relative Bedeutung eines Forschungsartikels zu bewerten und Wert.

Diese Studie soll Wissenschaftlern dabei helfen, fundierte Entscheidungen darüber zu treffen, wo sie ihre Arbeit veröffentlichen, und Regierungen dabei unterstützen, Institutionen und Universitäten bei der Bewertung zu unterstützen, ob ihre Open-Access-Richtlinien zu einer größeren Verbreitung nützlicher wissenschaftlicher Erkenntnisse führen oder nicht.

"Der weithin akzeptierte 'Open-Access-Zitationsvorteil' scheint falsch zu sein", sagte Davis.

"Der freie Zugang zu wissenschaftlichen Informationen hat viele Vorteile", behauptete Davis, "aber ein Zitiervorteil scheint keiner davon zu sein."

Um zu seinen Schlussfolgerungen zu gelangen, führte Davis mehrere randomisierte kontrollierte Studien parallel durch. Bei der Veröffentlichung wurden Artikel, einschließlich derjenigen aus The FASEB Journal, nach dem Zufallsprinzip entweder der Open-Access- oder der Abonnement-Access-Gruppe zugeordnet. Anschließend beobachtete er, wie diese Artikel in Bezug auf Downloads und Zitierungen über drei Jahre abschneiden. Er stellte fest, dass der freie Zugang die Anzahl der Zitierungen eines Artikels nicht beeinflusste, und widerlegte damit die weit verbreitete Annahme, dass Open-Access-Artikel aufgrund ihres freien Zugangsstatus häufiger zitiert würden. Die Ergebnisse sind im Laufe der Zeit in 36 Zeitschriften aus den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften konsistent.

"Eine Studie wie diese ist längst überfällig", sagte Dr. Gerald Weissmann, Chefredakteur des FASEB Journal.„Seit Jahren fördern Institutionen und Organisationen ‚Open-Access‘-Richtlinien in der Annahme, dass einige Wissenschaftler keinen Zugang zu Forschungsberichten erh alten, weil sie oder ihre Institutionen für Abonnements bezahlen müssen. Jetzt erfahren wir, dass ‚Open-Access‘-Artikel von gesehen werden können mehr, aber nicht von mehr anderen Wissenschaftlern zitiert (verwendet). Es ist wahrscheinlich an der Zeit, die Annahme des „Open-Access-Vorteils“und die daraus folgenden Richtlinien fallen zu lassen."

Beliebtes Thema