Universelle Standards' für Forschungsintegrität können unbeabsichtigte Folgen haben

Universelle Standards' für Forschungsintegrität können unbeabsichtigte Folgen haben
Universelle Standards' für Forschungsintegrität können unbeabsichtigte Folgen haben
Anonim

Die globale Wissenschaftsgemeinschaft ist in der Lage, ihr eigenes Verh alten zu kontrollieren und sollte sich der Schaffung einer zentralen Aufsichtsbehörde widersetzen, um „universelle Standards“durchzusetzen, die unbeabsichtigte Folgen haben können, so ein Physiker und Direktor des Energy Institute an der University of Texas in Austin sagte am 19. Februar.

Raymond L. Orbach, Ph.D., sprach auf dem Science Without Borders-Treffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) in Washington, D.C., über mehrere Elemente, die in der „Singapore Statement of Research Integrity“enth alten sind. (www.singaporestatement.org) im vergangenen Juli auf der 2nd World Conference on Research Integrity genehmigt.

"Während es für Wissenschaftler und Forscher angebracht ist, die Governance internationaler Kooperationen in der Wissenschaft zu untersuchen, vermittelt die Erklärung von Singapur einen 'Top-Down'-Ansatz, der ein starkes Potenzial für unbeabsichtigte Konsequenzen birgt", sagte Orbach.

Zum Beispiel fordert die Singapur-Erklärung Forscher auf, „den zuständigen Behörden jeden Verdacht auf Fehlverh alten in der Forschung … und andere unverantwortliche Forschungspraktiken zu melden, die die Vertrauenswürdigkeit der Forschung untergraben, wie z Daten oder die Verwendung irreführender Analysemethoden.“"Wer genau sind die 'zuständigen Behörden', denen man sich melden sollte?" fragte Orbach in seinen Ausführungen auf dem AAAS-Meeting.

"Der Gedanke an eine zentrale Stelle mit Aufsichtsverantwortung über 'Fahrlässigkeit' oder 'Einsatz irreführender Analysemethoden' ist beängstigend", fügte er hinzu.„Der Mangel an Präzision bei der Definition dieser ‚unverantwortlichen Forschungspraktiken‘könnte auch zu einem schelmischen Eingriff in persönliche Rechte und Pflichten führen.“

Orbach wandte sich auch gegen die Vorstellung, dass Forscher eine ethische Verpflichtung hätten, "sozialen Nutzen gegen Risiken abzuwägen, die ihrer Arbeit innewohnen".

"Wissenschaftliche Forschung sollte frei sein, wissenschaftlichen Instinkten zu folgen, und nicht verpflichtet sein, potenzielle Erkenntnisse gegen jemandes Konzept von 'Sozialleistungen' abzuwägen", sagte Orbach.

"Es gibt gute Argumente dafür, die Bedeutung der Forschung für eine potenzielle Fördereinrichtung zu benennen, aber dies sollte im Kontext des entsprechenden Forschungsprogramms stehen", so Orbach weiter. „Wer soll im weiteren Kontext den ‚Sozialnutzen‘beurteilen?"

"Das Missbrauchspotenzial scheint erheblich zu sein."

Letztendlich ist die wissenschaftliche Gemeinschaft durchaus in der Lage, betrügerisches Verh alten in den eigenen Reihen zu erkennen und zu bekämpfen, sagte Orbach.

"Die Integrität unserer Arbeit ist der beste Maßstab für unser Verh alten."

Das Thema des diesjährigen AAAS-Treffens – Wissenschaft ohne Grenzen – ist besonders passend, da Nationen Beziehungen eingehen, die traditionelle „Grenzen“zunehmend verwischen und Gefahr laufen, sich in ethische Fragen zu verstricken, schloss Orbach.

"Während die Frage der Forschungsintegrität von entscheidender Bedeutung ist und auf globaler Ebene angegangen werden sollte, können die von den Aufsichtsbehörden erlassenen Erlasse unglückliche und weitreichende Folgen haben, die letztendlich den eigentlichen Zweck der Standards zunichte machen könnten unterstützen."

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