Mashup'-Technologien: Besserer Kontakt mit Behörden

Mashup'-Technologien: Besserer Kontakt mit Behörden
Mashup'-Technologien: Besserer Kontakt mit Behörden
Anonim

Mashup-Technologien und mobile Anwendungen werden dazu beitragen, die Kommunikationslücke zwischen Regierungsbehörden und der breiten Öffentlichkeit zu schließen. Sie können zum Beispiel verwendet werden, um Nachrichten an lokale Behörden zu senden. Fraunhofer-Forscher haben individuelle Lösungen entwickelt, um den schnellen Kontakt zu staatlichen Institutionen zu ermöglichen.

Schlaglöcher in der Fahrbahn oder eine reparaturbedürftige Parkbank - diese oder ähnliche Probleme begegnen uns allen hin und wieder. Wenn es nur eine einfache Möglichkeit gäbe, sie an die richtige Stelle der öffentlichen Verw altung zu melden! Modernste Mashup-Technologie und mobile Anwendungen ermöglichen Lösungen.

Inspiriert von der britischen Website www.fixmystreet.com geht das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS in Berlin diesen Ansatz weiter. Schadensmeldungen können per Handy mit GPS-Koordinaten versehen und eingegeben werden. Das System bietet dann eine Übersicht über eingegangene Mitteilungen und zeigt an, ob derselbe Fall von jemand anderem gemeldet wurde.

Der Begriff „Mashup“bezeichnet in der Informations- und Kommunikationstechnologie das Mischen oder Kombinieren von Daten, Darstellungsarten und Funktionalitäten aus verschiedenen Quellen, um neue Dienste zu schaffen. Ein Beispiel ist die Platzierung von Restaurantbewertungen in Online-Karten wie Google Maps. Das Forschungsprojekt Government Mashups von Fraunhofer FOKUS stellt die Technologie der öffentlichen Hand zur Verfügung. Bereits vorhandene Lösungen werden für die Anforderungen der öffentlichen Verw altung weiterentwickelt und die zuständigen Mitarbeiter der öffentlichen Hand bei der technischen Umsetzung dieser neuen Dienste unterstützt.„Mashups bergen enormes Potenzial für Behörden, weil sie interne und externe Daten schnell und kostengünstig verknüpfen“, sagt Projektleiter Dipl.-Ing. Jens Kleßmann. „Ohne Programmierkenntnisse und mit geringem Aufwand können Verw altungsmitarbeiter neue Mashups erstellen, die mühelos an veränderte Anforderungen angepasst werden können.“

Es gibt zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten: Neben dem Beschwerdemanagement lässt sich beispielsweise die Verwendung öffentlicher Fördermittel grafisch darstellen, Restaurantbewertungen können mit den Ergebnissen von Lebensmittelhygienekontrollen verknüpft, Statistiken und andere amtliche Daten erstellt werden mehr leicht erreichbar und die Auslastung an verschiedenen Flughäfen kann dargestellt werden, um Rettungsdienste im Katastrophenfall zu koordinieren.

Solche Projekte werden durch gesetzliche Regelungen und politische Vorgaben untermauert. Beispielsweise verlangen Gesetze zur Freiheit und Weiterverwendung von Regierungsinformationen bereits, dass öffentliche Stellen offizielle Daten bereitstellen.Die Bundesregierung hat in ihrem aktuellen Programm zur Förderung einer vernetzten und transparenten Verw altung angekündigt, eine gemeinsame Strategie für Open Government entwickeln zu wollen. Dazu gehört die Bereitstellung offener Daten, die das Rohmaterial für Regierungs-Mashups sind. Darüber hinaus sehen sich Regierungen und öffentliche Stellen einem wachsenden Druck ausgesetzt, die immer komplexer werdenden Verfahren, die ihrem Handeln zugrunde liegen, zu rechtfertigen und zu erklären. Mashups können verwendet werden, um diese Sachverh alte zu erklären und zu visualisieren.

Auf der CeBit 2011 präsentiert Fraunhofer FOKUS zwei fortschrittliche Demonstratoren für Mashups. Besucher werden aufgefordert, ein Schlagloch auf dem Smartphone zu fotografieren und als Beschwerde an eine fiktive Stadtverw altung zu senden. Und die Forscher werden anhand von statistischen Daten der Weltbank zeigen, wie solche Informationen übersetzt, verarbeitet und visualisiert werden können, damit sie jeder Interessierte herunterladen kann.

Beliebtes Thema