Studie bewertet Kernenergieannahmen

Studie bewertet Kernenergieannahmen
Studie bewertet Kernenergieannahmen
Anonim

Ein umfassender Überblick über die aktuelle Forschung zur Ökonomie der Kernenergie wurde im Journal of Renewable and Sustainable Energy veröffentlicht. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Kernkraft weiterhin eine brauchbare Energiequelle sein wird, der aktuelle Brennstoffkreislauf jedoch nicht nachh altig ist. Aufgrund der Ungewissheit bei der Abfallbewirtschaftung muss jede Prognose zukünftiger Kosten auf Grundannahmen beruhen, die nicht auf realen Daten beruhen.

"Das Ziel dieser Studie war es, festzustellen, welche Annahmen der Schlüssel sind, um Schlussfolgerungen über die relativen Kosten von Technologien zu ziehen", sagt die Autorin Sarah Widder, jetzt am Pacific Northwest National Laboratory.Sie führte die Analyse als Praktikantin für Wissenschaftspolitik in Washington D.C. durch, die vom American Institute of Chemical Engineers gesponsert wurde. "Die steigende weltweite Nachfrage nach Uran und politische Überlegungen wie das Schicksal der Lagerstätte Yucca Mountain sind zwei Hauptelemente, die zu Schlussfolgerungen in die eine oder andere Richtung führen."

Die Wiederaufarbeitung und das Recycling abgebrannter Brennelemente ist eine Alternative zur "Once-Through"-Politik, die im Nuclear Waste Policy Act von 1982 vorgeschrieben ist. Während hochradioaktiver Abfall minimiert und zusätzlicher Wert aus dem Brennstoff gewonnen würde, ist die Option wegen des Risikos der Verbreitung von Waffen und der erheblichen Kosten der Brennstoffrückgewinnung umstritten.

Analysen, die die Once-Through-Option unterstützen, gehen von einer Fortsetzung der derzeitigen Abfallbewirtschaftungspolitik aus, obwohl sie sich auf die Entsorgung in Yucca Mountain stützen, die nun von der derzeitigen Verw altung als ungeeignet erachtet wird. Analysen, die einen geschlossenen Brennstoffkreislauf unterstützen, in dem ungenutzter Brennstoff zurückgewonnen und recycelt wird, gehen von Fortschritten bei der Entwicklung neuer Rückgewinnungstechnologien und einem Anstieg der Urankosten aufgrund des internationalen Ressourcenwettbewerbs aus.

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