Der Preis der Popularität: Drogen- und Alkoholkonsum

Der Preis der Popularität: Drogen- und Alkoholkonsum
Der Preis der Popularität: Drogen- und Alkoholkonsum
Anonim

Der Konsum von Drogen und Alkohol durch Teenager hat nicht nur mit Rebellion oder emotionalen Problemen zu tun. Laut einer Studie unter der Leitung von Forschern der Université de Montréal geht es darum, eines der coolen Kids zu sein.

"Unsere Studie unterstreicht einen Zusammenhang zwischen Beliebtheit und Konsum", sagt Jean-Sébastien Fallu, leitender Forscher und Professor an der School of Psychoeducation der Université de Montréal. "Die Teenager, die wir untersucht haben, waren gut akzeptiert, sehr sensibel für soziale Codes und verstanden die Kompromisse, die man braucht, um beliebt zu sein."

Zusammenhang zwischen Beliebtheit, Freunden und Konsum

Die Studie, die im Laufe des nächsten Jahres als Teil einer Sammelarbeit veröffentlicht werden soll, wurde an mehr als 500 französischsprachigen Schülern zu drei verschiedenen Zeitpunkten ihres Lebens durchgeführt: im Alter von 10 bis 11, 12 bis 13 und 14 bis 15. Es berücksichtigte die Popularität des Kindes und seiner Freunde und verfolgte seinen Konsum von Alkohol, Marihuana und harten Drogen.

Die Ergebnisse zeigten eine Zunahme des Konsums, wenn das Kind älter wurde, unabhängig von seinem Popularitätsgrad. Je beliebter jedoch ein Kind und seine Freunde waren, desto größer war dieser Konsum. Bei den beliebtesten Kindern, die auch sehr beliebte Freunde hatten, gab es zwischen 10 und 15 Jahren einen zweifachen Anstieg. Dieser Trend g alt jedoch nicht für beliebte Kinder, deren Freunde nicht so beliebt waren.

Beliebtheit bewahren

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass beliebte Teenager stärker gefährdet sind, wenn ihre Freunde ebenfalls als beliebt gelten. „Teenager konsumieren nicht, um zur Gruppe zu gehören oder um ihre Popularität zu steigern, sie tun es, um beliebt zu bleiben“, sagt Fallu.„Es geht mehr darum, ihren Status zu h alten, als ihn zu steigern.“

Teenager, die nicht als beliebt gelten, sind offensichtlich auch anderen abweichenden Verh altensweisen ausgesetzt. Andere Studien haben jedoch gezeigt, dass sie eher dazu neigen, gew alttätiges Verh alten zu entwickeln, als Alkohol oder Drogen zu konsumieren.

Forschungspartner

Über die Studie

Fallu führte die Studie mit Hilfe von Frank Vitaro, Stéphane Cantin und dem Doktoranden Frédéric Brière von der Université de Montréal School of Psychoeducation sowie Kollegen an der Universität Oslo durch.

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