Neue CCTV-Technologie zur Verhinderung von Terroranschlägen

Neue CCTV-Technologie zur Verhinderung von Terroranschlägen
Neue CCTV-Technologie zur Verhinderung von Terroranschlägen
Anonim

VTT Technical Research Centre of Finland entwickelt Bildverarbeitungstechnologie, die die Überwachung von zurückgelassenem Gepäck an öffentlichen Orten verbessern wird.

An öffentlichen Orten sind zahlreiche CCTV-Systeme im Einsatz, die große Mengen an Bildmaterial sammeln können. Derzeit gibt es jedoch keine effektiven Möglichkeiten, die Masse an Videodaten automatisch zu analysieren und potenzielle Gefahrensituationen im Voraus zu erkennen. VTT ist an einem EU-Forschungsprojekt beteiligt, das darauf abzielt, IT-Lösungen zu diesem Zweck zu entwickeln.

Ein Risiko kann zum Beispiel durch an einem öffentlichen Ort abgestelltes Gepäck entstehen, das Sprengstoffe oder andere gefährliche Substanzen enth alten kann.Auf dieser Taktik basierende Terroranschläge haben bereits viele Zivilisten das Leben gekostet. Besonders wichtig ist die Gepäcküberwachung an Flughäfen, Bahnhöfen, Messen und öffentlichen Plätzen in überregional bedeutender Infrastruktur.

Ziel des von der Europäischen Kommission geförderten SUBITO-Projekts ist die Verbesserung der Bildanalysetechnologie in bestehenden CCTV-Systemen. Mit Hilfe einer im Rahmen des Projekts entwickelten Anwendung erkennen Kameras verlassenes Gepäck automatisch und identifizieren, lokalisieren und verfolgen schnell die Person, die es dort zurückgelassen hat.

Die neue Anwendung hat ein erhebliches kommerzielles Potenzial, da sie zur Auswertung von Bildmaterial verwendet werden kann, bevor ein Zwischenfall stattfindet.

Während des Projekts hat VTT Tools entwickelt, um intelligente Kameras effektiver zu nutzen.

Sicherheitsbehörden können verlassenes Gepäck schnell beiseite räumen, wenn sie zu dem Schluss kommen, dass es ein potenzielles Risiko darstellt. Das Gepäck kann beispielsweise zum Fundbüro der Messe oder des Flughafens übergeben werden, wenn es sich nur um einen Fehlalarm handelt.

SUBITO erhöht die Sicherheit auf kosteneffiziente Weise, da die neue Technologie auf den Fundamenten bestehender CCTV-Systeme aufbauen kann. Individuelle Datenschutzbelange lassen sich so leichter berücksichtigen, da die Endnutzer diese bereits beim Betrieb des Systems beachten müssen.

Effektive CCTV-Überwachung stärkt die Abschreckung: Oft reicht das Bewusstsein allein für eine verstärkte Überwachung aus, um die Sicherheit an öffentlichen Orten zu verbessern.

Am SUBITO-Projekt sind zehn Partnerorganisationen aus sechs europäischen Ländern beteiligt. Die Partner sind Experten auf diesem Gebiet, aus Forschungsinstituten, Universitäten, Unternehmen und Endverbrauchern.

Das Projekt läuft bis Ende nächsten Jahres und wird in enger Zusammenarbeit mit Endnutzern realisiert. Ziel ist es sicherzustellen, dass Sicherheitsbehörden Zugang zu der Technologie haben, die ihren Bedürfnissen entspricht.

Beliebtes Thema