Neuer Verh altenskodex für Forschende

Neuer Verh altenskodex für Forschende
Neuer Verh altenskodex für Forschende
Anonim

Ein neuer Europäischer Verh altenskodex für Integrität in der Forschung wird von der European Science Foundation auf der World Conference on Research Integrity vorgestellt. Der Kodex adressiert gute und schlechte Praktiken in der Wissenschaft und bietet eine Grundlage für Vertrauen und Integrität über Ländergrenzen hinweg.

Dieser europaweite Kodex bietet einen Bezugspunkt für alle Forscher, ergänzt bestehende Ethikkodizes und entspricht den nationalen und europäischen Rechtsrahmen. Es ist nicht dazu gedacht, bestehende nationale oder akademische Richtlinien zu ersetzen, sondern stellt eine Vereinbarung zwischen 30 Ländern über eine Reihe von Prinzipien und Prioritäten für die Selbstregulierung der Forschungsgemeinschaft dar.Es bietet ein mögliches Modell für einen globalen Verh altenskodex für die gesamte Forschung.

"Wissenschaft ist ein internationales Unternehmen, in dem Forscher ständig mit Kollegen in anderen Ländern zusammenarbeiten. Die beteiligten Wissenschaftler müssen verstehen, dass sie gemeinsame Standards teilen. Es kann keine erstklassige Forschung ohne Integrität geben", sagte Marja Makarow, Vorstandsvorsitzender der European Science Foundation. "Forscher bauen auf den Ergebnissen der anderen auf, daher müssen sie ehrlich zu sich selbst und untereinander sein und die gleichen Fairnessstandards teilen, was den Europäischen Verh altenskodex für die Integrität der Forschung zu einem wichtigen Dokument macht."

Der Kodex beschreibt die ordnungsgemäße Durchführung und grundsatzorientierte Praxis systematischer Forschung in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Fehlverh alten in der Forschung ist recht selten, aber schon ein außergewöhnlicher Fall kann das Ansehen einer Universität, einer Forschungsgemeinschaft oder sogar das Ansehen der Wissenschaft selbst gefährden.Eine gut publizierte Behauptung der Unredlichkeit oder des Fehlverh altens in der Forschung kann die Bemühungen von Tausenden von Wissenschaftlern und jahrzehntelange Forschungsanstrengungen in Frage stellen. Europa hat in letzter Zeit mehrere öffentlich bekannt gewordene Fälle erlebt, beispielsweise an der University of East Anglia im Vereinigten Königreich und am Karolinska-Institut in Schweden.

Der Begriff „Forschungsfehlverh alten“umfasst viele Dinge, einschließlich unzureichender Fürsorge für Menschen, Tiere oder Gegenstände, die Gegenstand oder Teilnehmer an der Forschung sind; Verletzungen der Vertraulichkeit, Verletzung von Protokollen, Nachlässigkeit der Art, die zu groben Fehlern und Unsachgemäßheiten bei der Veröffentlichung führt, die Interessenkonflikte oder die Aneignung von Ideen beinh alten. Viele dieser inakzeptablen Forschungspraktiken werden im Europäischen Verh altenskodex für Integrität in der Forschung behandelt.

Der Kodex wurde aus Treffen und Workshops entwickelt, an denen die Mitgliedsorganisationen der European Science Foundation (ESF) teilnahmen, bei denen es sich um 79 nationale Fördereinrichtungen, Forschungseinrichtungen, Akademien und Fachgesellschaften aus 30 Ländern handelt.Sie arbeiteten mit den All European Academies (ALLEA) zusammen. Die nächsten Schritte zur Umsetzung des Kodex werden im Herbst von den ESF-Mitgliedsorganisationen diskutiert.

Der Kodex ist im Bericht Fostering Research Integrity in Europe veröffentlicht, der online verfügbar ist unter www.esf.org/publications

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