Basisprogramme zur Förderung von Organspenden für Minderheiten erweisen sich als erfolgreich

Basisprogramme zur Förderung von Organspenden für Minderheiten erweisen sich als erfolgreich
Basisprogramme zur Förderung von Organspenden für Minderheiten erweisen sich als erfolgreich
Anonim

Organspenden von Minderheiten haben sich seit der Einführung von Sensibilisierungs- und Aufklärungsprogrammen an der Basis mehr als verdoppelt, so eine neue retrospektive Studie, die in der Mai-Ausgabe des Journal of the American College of Surgeons veröffentlicht wurde. Im Jahr 2010 wird der Prozentsatz der Spender aus Minderheiten voraussichtlich 35 Prozent erreichen, gegenüber etwa 15 Prozent im Jahr 1990.

Seit der ersten Organtransplantation im Jahr 1954 war und ist der Mangel an Organspendern das Problem Nummer eins bei Transplantationen. Der Organmangel war unter Minderheiten am akutesten, insbesondere in der afroamerikanischen Bevölkerung.Organknappheit ist ein Problem, da Minderheiten weiterhin mehr als die Hälfte der Patienten auf der Warteliste für Nierentransplantationen ausmachen (Afroamerikaner – 34 Prozent, Hispanoamerikaner/Latinos – 18 Prozent, Asiaten – 8 Prozent). Darüber hinaus wird geschätzt, dass jeder Nierenspender pro Patient 135.000 US-Dollar an medizinischen Kosten einspart, eine Einsparung von mehr als 200 Millionen US-Dollar, die mit einer 35-prozentigen Minderheitsspenderrate verbunden wäre.

Das Bewusstsein für den Mangel an Spendern aus Minderheiten war der Anstoß für ein Basisprogramm an der Howard University in Washington, DC. 1978 wurde eine Gruppe von 40 Personen zusammengebracht, um zu verstehen, warum Minderheiten zögern, Organspender zu werden. Die Programmleiter deckten fünf Haupthindernisse auf: 1) mangelndes Bewusstsein, 2) religiöse Überzeugungen und falsche Wahrnehmungen, 3) Misstrauen gegenüber der medizinischen Gemeinschaft, 4) Angst vor vorzeitigem Tod nach Unterzeichnung eines Spenderausweises und 5) Angst vor Rassismus. Sie lernten auch, dass persönliche Gespräche mit kulturell sensiblen und ethnisch ähnlichen Boten dabei halfen, diese Hindernisse zu überwinden.

"Diese Forschung zur Aufdeckung von Hindernissen für die Organspende diente als Grundlage für ein lokales Basisprogramm in der Gegend von Washington, DC. Es hat sich inzwischen zu einer nationalen Initiative entwickelt, die mit 10 Millionen US-Dollar von den National Institutes of finanziert wird He alth (NIH) und anderen Quellen", sagte Clive Callender, MD, FACS, ein prominenter Transplantationspionier und Chirurg an der Howard University und Gründer des National Minority Organ Tissue Transplant Education Program (MOTTEP).

"Wir haben MOTTEP gegründet, das erste Programm dieser Art im Land, um Organ- und Gewebespenden nicht nur in der afroamerikanischen Gemeinschaft, sondern auch in mehreren ethnischen Minderheiten zu erhöhen. Seitdem haben wir einen Aspekt der Krankheitsprävention hinzugefügt das sich auf Bildungsbemühungen konzentriert, um die Rate der Amerikaner aus ethnischen Minderheiten zu verringern, die überhaupt Organ- und Gewebetransplantationen benötigen", fügte Callender hinzu.

MOTTEP konzentriert sich auf die Überwindung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Spende von Minderheiten durch die Schaffung eines Bildungsprogramms für Organ- und Gewebetransplantationen, das die Strategien der Beteiligung und Leitung der Gemeinschaft, persönliche Präsentationen, Zusammenarbeit und Partnerschaften, Medienwerbung und Informationsverbreitung einsetzt und Auswertung.Das nationale MOTTEP-Modell erreicht jedes Jahr durchschnittlich 700.000 Menschen und wurde an lokale MOTTEP-Standortbemühungen in Honolulu (mit einem Schwerpunkt auf philippinischen und hawaiianischen Pazifikinsulanern), Chicago und Nordwest-Indiana, den Amerikanischen Jungferninseln und Detroit angepasst.

Als Teil der Präventionsbemühungen von MOTTEP werden vor und nach der Intervention Fragebögen durchgeführt, um die Wirksamkeit des Programms zu bewerten. Dieser Bewertungsprozess hat es MOTTEP auch ermöglicht, wertvolle Daten über die Gewohnheiten der jugendlichen Teilnehmer zu sammeln, wie Rauchen, Trinken, Bewegung und gesunde Essgewohnheiten. Bisher wurden 6.789 jugendliche Teilnehmer (im Alter von 12 bis 18 Jahren) zu den unmittelbaren Auswirkungen der Intervention befragt. Die Forscher fanden heraus, dass die Veränderungen für 9 der 11 (p< 0,01) gemessenen Variablen hochsignifikant waren, wobei die Meinungen über Organ- und Gewebespenden, Krankheitsprävention bis hin zum Nierenversagen im Endstadium und zukünftige Pläne für Organ- und Gewebespenden alle eine positive Richtungsänderung sehen.

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