Göttliche Intervention? Neue Forschung befasst sich mit Glaubensvorstellungen über Gottes Einfluss im Alltag

Göttliche Intervention? Neue Forschung befasst sich mit Glaubensvorstellungen über Gottes Einfluss im Alltag
Göttliche Intervention? Neue Forschung befasst sich mit Glaubensvorstellungen über Gottes Einfluss im Alltag
Anonim

Die meisten Amerikaner glauben, dass Gott sich um ihr persönliches Wohlergehen kümmert und direkt in ihre persönlichen Angelegenheiten involviert ist, laut einer neuen Studie der University of Toronto.

Unter Verwendung von Daten aus zwei kürzlich durchgeführten nationalen Umfragen unter Amerikanern untersuchte der Soziologieprofessor der UofT, Scott Schieman, die Überzeugungen der Menschen über Gottes Beteiligung und Einfluss im täglichen Leben. Seine Forschung entdeckt neue Muster in Bezug auf diese Überzeugungen und die Art und Weise, wie sie sich je nach Bildungs- und Einkommensniveau unterscheiden.

Schiemans Studie, die in der Märzausgabe der Zeitschrift Sociology of Religion veröffentlicht wurde, hebt auch die folgenden Ergebnisse hervor:

Insgesamt glauben die meisten Menschen, dass Gott großen Einfluss auf die Ereignisse und Ergebnisse in ihrem Leben hat. Konkret:

  • 82 Prozent geben an, dass sie bei Entscheidungen auf Gottes Hilfe und Führung angewiesen sind;
  • 71 Prozent glauben, dass wenn gute oder schlechte Dinge passieren, diese Ereignisse einfach Teil von Gottes Plan für sie sind;
  • 61 Prozent glauben, dass Gott die Richtung und den Verlauf ihres Lebens bestimmt hat;
  • 32 Prozent stimmen der Aussage zu: "Es macht keinen Sinn, viel zu planen, denn letztendlich liegt mein Schicksal in Gottes Hand."
  • Insgesamt ist es bei Menschen mit höherer Bildung und höherem Einkommen weniger wahrscheinlich, dass sie an göttliches Eingreifen glauben.
  • Allerdings teilen diejenigen unter den gut Gebildeten und Besserverdienenden, die mehr an religiösen Ritualen beteiligt sind, ähnliche Überzeugungen über göttliches Eingreifen wie ihre weniger gebildeten und finanziell weniger wohlhabenden Altersgenossen.

Laut Schieman: „Viele von uns könnten annehmen, dass Menschen aus höheren sozialen Schichten dazu neigen, Überzeugungen über göttliche Eingriffe abzulehnen. Meine Ergebnisse zeigen jedoch, dass dies zwar auf diejenigen zutrifft, die sich weniger für ein religiöses Leben engagieren, aber es ist so nicht der Fall für Menschen, die sich mehr für religiöse Teilnahme und Rituale einsetzen."

Er fügt hinzu: „Diese Studie erweitert die soziologische Untersuchung der Art und Weise, wie Menschen verschiedener sozialer Schichten über Gottes Einfluss im Alltag denken. Angesichts der Häufigkeit, mit der Gott in der amerikanischen Kultur spricht, insbesondere in einigen Bereichen des politischen Diskurses, ist dies der Fall ist für Forscher ein zunehmend wichtiger Bereich zum Dokumentieren, Beschreiben und Interpretieren."

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