Ältere Arbeitnehmer geben weniger für das Nötigste und die Gesundheitsversorgung aus

Ältere Arbeitnehmer geben weniger für das Nötigste und die Gesundheitsversorgung aus
Ältere Arbeitnehmer geben weniger für das Nötigste und die Gesundheitsversorgung aus
Anonim

Immer mehr ältere Amerikaner entscheiden sich dafür, weiter zu arbeiten oder kehren in den Arbeitsmarkt zurück. Die Zahl der Arbeitnehmer ab 65 Jahren soll bis 2016 um mehr als 80 Prozent steigen. In einer laufenden Studie untersuchen Forscher der University of Missouri die finanziellen Beweggründe älterer berufstätiger Amerikaner. Neue Ergebnisse zeigen, dass ältere Arbeitnehmer weniger Geld für lebensnotwendige Dinge wie Wohnen, Essen und Gesundheitsversorgung ausgeben als ältere Nicht-Arbeiter.

"Die jüngste Zunahme älterer Erwachsener in der Erwerbsbevölkerung hat einige interessante Fragen aufgeworfen, die frühere Studien nicht beantwortet haben - arbeiten ältere Menschen, um ihren finanziellen Bedarf zu decken, und geben Arbeitnehmer anders Geld aus als Nicht-Arbeiter?" sagte Deanna Sharpe, außerordentliche Professorin für persönliche Finanzplanung (PFP) am MU College of Human Environmental Sciences."In dieser Studie haben wir festgestellt, dass ältere Arbeitnehmer nicht unbedingt arbeiten, weil sie es müssen, und dass ihre Ausgabengewohnheiten sich sehr von denen von Nicht-Arbeitern unterscheiden."

Anhand von Daten aus der Verbraucherausgaben-Umfrage von 2005 verglichen MU-Forscher die finanziellen Budgets und Ausgaben von Menschen im Alter von 55 bis 74 Jahren in berufstätigen und pensionierten Haush alten. Sie fanden heraus, dass ältere Arbeitnehmer mehr für Transport, Essen, Bildung und Versicherungen ausgaben, während Nicht-Arbeiter mehr für Gesundheitsversorgung, Barbeiträge, Lebensmittel und Unterkunft ausgaben. Ältere Arbeitnehmer hatten auch geringere Eigenkosten für Gesundheitsausgaben.

"Ältere Arbeitnehmer geben weniger für das Nötigste aus, einschließlich Essen und Wohnen, was impliziert, dass sie nicht aus Not heraus arbeiten", sagte Sharpe. "Sie geben auch weniger für die Gesundheitsversorgung aus, was darauf hindeuten könnte, dass Arbeitnehmer etwas gesünder sind als Nicht-Arbeiter."

Aktuelle Abschwünge auf dem Finanzmarkt könnten ältere Arbeitnehmer dazu zwingen, auf dem Arbeitsmarkt zu bleiben, um den Ruhestand zu finanzieren, sagt Sharpe.Die Forscher werden weiterhin die Auswirkungen der sich verändernden Wirtschaft untersuchen. Sharpe prognostiziert, dass Erwachsene aus der Baby-Boom-Generation mit zunehmender Verantwortung für ihre finanzielle Zukunft konfrontiert sein werden, wenn Arbeitgeber von leistungsorientierten zu beitragsorientierten Plänen übergehen.

Die Studie „Spending Patterns of Older Workers“wurde auf der Joint Conference 2009 des American Council on Consumer Interests/American Agricultural Economic Association mit dem AARP Public Policy Institute Financial Service und dem Older Consumer Best Paper Award ausgezeichnet. Tansel Yilmazer, Assistenzprofessorin in PFP, war Co-Autorin der Studie.

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