Krankenhausrezeptaufzeichnungen: Studie befasst sich mit den Risiken der Reidentifikation für Patienten

Krankenhausrezeptaufzeichnungen: Studie befasst sich mit den Risiken der Reidentifikation für Patienten
Krankenhausrezeptaufzeichnungen: Studie befasst sich mit den Risiken der Reidentifikation für Patienten
Anonim

Eine kürzlich von Dr. Khaled El Emam, dem kanadischen Forschungslehrstuhl für elektronische Gesundheitsinformationen am CHEO Research Institute, geleitete Studie ergab, dass die Informationen in Krankenhausrezeptaufzeichnungen Patienten recht einfach wieder identifizieren können.

Informationen zu Arzneimittelrezepten sind ein begehrtes Gut. Pharmaunternehmen greifen gerne auf diese Daten zu, um ihre Marketing- und Vertriebsbemühungen zu optimieren. Viele Einzelhandelsapotheken in Kanada verkaufen ihre Verschreibungsunterlagen an kommerzielle Datenaggregatoren, die Analysen für pharmazeutische Unternehmen durchführen. Das potenzielle Datenschutzrisiko bei einer solchen Praxis besteht darin, dass die Patienten anhand dieser Daten erneut identifiziert werden können.Diese Daten werden nun auch verstärkt von Krankenhausapotheken nachgefragt.

Dr. Die Studie von El Emam zeigt, wie wichtig es ist, die ordnungsgemäße Anonymisierung von Patientenakten sicherzustellen. Die Studie demonstriert eine Methodik für die Entscheidung, welche Daten aufbewahrt und welche anonymisiert werden sollen, da Krankenhausverschreibungsdaten Details wie den Wohnort der Patienten und den Zeitpunkt ihrer Aufnahme ins Krankenhaus enth alten.

"Eine aussagekräftige Risikoanalyse erfordert ein Verständnis der Art plausibler Reidentifikationsszenarien", erklärte Dr. El Emam, "und wird normalerweise mit dem Datenschutzbeauftragten eines Krankenhauses durchgeführt, um sicherzustellen, dass das Risiko für die Reidentifikation von Patienten unverändert bleibt niedrig wie möglich."

Die in dieser Studie durchgeführte Risikoanalyse bot eine Möglichkeit, die Krankenhausverschreibungsdaten zu anonymisieren, um die Privatsphäre der Patienten zu wahren, indem einige Variablen wie Postleitzahlen, Aufnahme- und Entlassungsdaten oder Geschlecht vor ihnen verallgemeinert und entfernt wurden werden mit externen Unternehmen geteilt.

Dr. El Emams erster Artikel wurde in der Juli-August-Ausgabe des Canadian Journal of Hospital Pharmacy veröffentlicht und erklärt, wie er die Daten analysierte und die richtige Kombination von Variablen fand, um die Privatsphäre von Krankenhauspatienten zu gewährleisten.

In einer anderen, Anfang dieses Jahres veröffentlichten Studie mit dem Titel „Bewertung von Prädiktoren für die Begrenzung der Bevölkerungsgröße in geografischen Gebieten zur Verw altung des Reidentifikationsrisikos“führte Dr. El Emam die gleiche Risikoanalyse an den von Einzelhandelsapotheken in Kanada veröffentlichten Informationen durch. Die Schlussfolgerung war, dass das Risiko einer erneuten Identifizierung von Patienten aus diesen Verschreibungsunterlagen sehr gering war und die Datenschutzrisiken folglich ebenfalls gering waren. Dies unterstreicht den Punkt, dass Datenschutzrisiken in Rezeptaufzeichnungen von der Quelle abhängen: Einzelhandel vs. Krankenhaus.

Beliebtes Thema