Erkennen von Verzerrungen bei der Berichterstattung über klinische Studien

Erkennen von Verzerrungen bei der Berichterstattung über klinische Studien
Erkennen von Verzerrungen bei der Berichterstattung über klinische Studien
Anonim

Eine Studie von Forschern der University of Leicester hat neue Wege aufgezeigt, um zu erkennen, ob die medizinische Forschung versteckte Verzerrungen aufweist.

Santiago Moreno und seine Kollegen zeigen im British Medical Journal, wie man „Publikationsbias“in der Berichterstattung über klinische Studien erkennt, die möglicherweise die Grundlage der Gesundheitspolitik der Regierung und des NHS bilden. Sie zeigen auch, welche mathematischen Anpassungen vorgenommen werden können, um eine solche unbeabsichtigte Verzerrung von Daten zu beseitigen.

Zum Beispiel werden Studien mit negativen Ergebnissen – die zeigen, dass eine Behandlung nicht wirkt – mit geringerer Wahrscheinlichkeit veröffentlicht als solche, die zeigen, dass dies der Fall ist.Und dies kann zu einem verzerrten Bild der Wirksamkeit der Behandlung führen, wenn politische Entscheidungsträger entscheiden müssen, ob sie sich lohnt.

Die Forscher der University of Leicester untersuchten zwei neue Methoden der statistischen Analyse, wobei sie Daten über den Gebrauch von Antidepressiva verwendeten, die von der Food and Drug Administration (FDA) der Vereinigten Staaten erhältlich sind. Die Daten der FDA gelten als „Goldstandard“– frei von Voreingenommenheit – und können daher verwendet werden, um zu überprüfen, ob Statistiken, die von Zeitschriften gesammelt werden, wenn sie angepasst werden, ein wahres Bild vermitteln.

Beide Methoden, die vom Leicester-Team untersucht wurden, erwiesen sich als wirksam bei der Identifizierung und Eliminierung von Publikationsbias aus der medizinischen Forschung.

Santiagos Kollegen in dem Forschungsprojekt waren Professor Alex Sutton, Professor Keith Abrams und Dr. Nicola Cooper vom Department of He alth Sciences sowie Mitarbeiter an den Universitäten von Bristol und Oregon.

Beliebtes Thema