Europäische Forschung muss sich auf die großen Herausforderungen konzentrieren, fordern Experten

Europäische Forschung muss sich auf die großen Herausforderungen konzentrieren, fordern Experten
Europäische Forschung muss sich auf die großen Herausforderungen konzentrieren, fordern Experten
Anonim

Zwei Tage lang haben sich 350 Forscher, Forschungsförderer, Geschäftsleute und Politiker versammelt, um über die zukünftige Entwicklung der europäischen Forschung zu diskutieren. Die Konferenzteilnehmer haben sich auf ein Dokument geeinigt – die Lund-Erklärung – das dem schwedischen Minister für Hochschulbildung und Forschung Tobias Krantz übergeben wurde.

In der Erklärung heißt es, dass sich die Europäische Forschungspolitik von der gegenwärtigen bürokratischen Struktur entfernen und sich stattdessen auf die großen Herausforderungen der Welt konzentrieren sollte – z. B. Klimawandel, Wasserknappheit, Demografie und Pandemien.

„Das war eine sehr interessante Konferenz mit vielen spannenden Diskussionen. Die Lund-Erklärung ist ein starkes Plädoyer für mehr Ressourcen für die europäische Forschung, für eine bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ebenen und für innovativere Innovationssysteme. Ich freue mich darauf, wie unsere Ideen vorangebracht werden“, sagt der Konferenzvorsitzende Pär Omling, Generaldirektor des schwedischen Forschungsrats.

Einige andere Schlussfolgerungen in der Erklärung sind:

  • Um die großen Herausforderungen zu meistern, muss sich die europäische Forschung konzentrieren. Institutionen, Mitgliedstaaten und die europäische Ebene müssen besser zusammenarbeiten und die Systeme müssen auf Offenheit und Vertrauen bauen.
  • Um die kommenden Grand Challenges zu meistern, ist es wichtig, dass der freien Grenzforschung genügend Raum gegeben wird und sie die Europäische Union mit dem notwendigen Wissen versorgen kann.
  • Da viele der Herausforderungen globaler Natur sind, muss Europa seine Zusammenarbeit mit der Außenwelt verstärken.
  • Mehr Wettbewerb unter Forschern in Europa ist stimulierend und wird sicherstellen, dass unsere Forschung von internationaler Exzellenz ist.
  • Es sind verstärkte Anstrengungen erforderlich, um Forschungsergebnisse besser zu nutzen.
  • Europäische Universitäten müssen die Zusammenarbeit untereinander und mit anderen Forschungseinrichtungen modernisieren und verbessern.
  • Europa muss in der Lage sein, erstklassige Forschungsinfrastrukturen zu schaffen und zu unterh alten.

„Ich bin sehr zufrieden mit all der Arbeit, die hier in Lund geleistet wurde. Die Konferenz und die Erklärung sind ein guter Anfang für die Arbeit, die wir in den nächsten sechs Monaten durchführen werden. Die Vorschläge in der Erklärung stimmen gut mit den von uns gesetzten Prioritäten überein. Unser Fokus liegt auf dem Wissensdreieck, also der Zusammenarbeit von Bildung, Forschung und Innovation, und darauf, den Europäischen Forschungsraum effizienter und transparenter zu machen“, sagt Hochschul- und Forschungsminister Tobias Krantz.

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