Kostenlose Musik, gesampelt: Längere, hochwertigere kostenlose Musikproben sprechen mehr Zuhörer an, Studienergebnisse

Kostenlose Musik, gesampelt: Längere, hochwertigere kostenlose Musikproben sprechen mehr Zuhörer an, Studienergebnisse
Kostenlose Musik, gesampelt: Längere, hochwertigere kostenlose Musikproben sprechen mehr Zuhörer an, Studienergebnisse
Anonim

Ein Bericht, der im International Journal of Internet Marketing and Advertising veröffentlicht werden soll, zeigt, dass längere, qualitativ hochwertigere kostenlose Musikproben mehr Zuhörer ansprechen und die Zahl der Trittbrettfahrer verringern.

Kostenlose Produktmuster geben Verbrauchern die Möglichkeit, sie vor dem Kauf zu testen. Dieses bewährte Marketingmodell funktioniert gut für so unterschiedliche Produkte wie Shampoo und Waschpulver, Instantkaffee und Kaugummi. Eine Probe, die oft kostenlos mit einer Zeitschrift oder in einem Mailing verschenkt wird, reicht oft aus, um einen Verbraucher, der das Produkt genießt, dazu zu verleiten, beim nächsten Besuch im Supermarkt eine volle Packung zu kaufen.

Im digitalen Zeit alter ist die Idee einer Probieren-vor-dem-Kaufen-Probe jedoch anders. In der Computerwelt wird oft zeitlich begrenzte oder funktionsunfähige Software auf Websites bereitgestellt, die Filmindustrie hat eine ganze Unterbranche der Videoclip-Produktion, und Musiker und Plattenfirmen bieten häufig Online-Samples der Musik an.

Diese kostenlosen Angebote haben jedoch eines gemeinsam: Sie werden normalerweise nicht in voller Qualität zur Verbraucherbewertung bereitgestellt. Eine Musikdatei wird höchstwahrscheinlich komprimiert oder massiv perspektivisch gekürzt, ein Software-Download kann die entscheidende "Speichern"-Funktion deaktiviert haben, und Videoclips bleiben natürlich weit hinter dem vollen Kinoerlebnis zurück.

Im Gegensatz dazu gibt es keine kostenlose Kaugummiprobe, die nur halbgroße Blasen produziert, oder Shampoobeutel, die Ihre Haare nicht vollständig waschen. Eine kleine Probe eines physischen Produkts ist jedoch keine vollständig verwendbare Lieferung, während ein uneingeschränkter Download oder eine Musikdatei in voller Qualität sich nicht vom vollständigen Kauf unterscheiden würde.Darin liegt das Marketingproblem des 21. Jahrhunderts

Yanbin Tu vom Department of Marketing der Robert Morris University, Moon Township, Pennsylvania, und Min Lu vom Department of Finance and Economics haben eine Studie über digitale Musik-Samples durchgeführt. Sie untersuchten die Determinanten der fünf Effektivitätsdimensionen, d. h. Bewertung, Zahlungsbereitschaft (WTP), wahrgenommene Sample-Nützlichkeit, Sample-Kosten und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Verbraucher ein „Trittbrettfahrer“von digitalen Online-Musik-Samples ist.

Ihre Umfrageanalyse legt die scheinbar offensichtliche Schlussfolgerung nahe, dass für Musik-Samples das effektivste Sample eine hohe Qualität hat und eher ein längeres als ein kürzeres Sample ist. „Es hat sich herausgestellt, dass digitale Musik-Samples mit höherer Qualität und längeren Segmenten die Musikbewertung des Samplers verbessern und den Bewertungsprozess nützlicher machen“, sagen die Forscher.

Aus kommerzieller Sicht noch wichtiger ist jedoch, dass eine höhere Musikbewertung dazu führte, dass weniger Verbraucher die Musikprobe als Ersatz für die Originalmusik nahmen.Die Lektion für die Branche ist, dass die derzeitige Praxis, nur kurze Muster von geringer Qualität anzubieten, nicht ideal ist.

Künstler wie Coldplay, Radiohead, Rik Emmett und Paul Simon, die mit hochwertigen Samples und kostenlosen Formaten für ihre Fans experimentiert haben, hatten großen Erfolg und erreichten eine virale Marketingverbreitung, die sonst unmöglich gewesen wäre herkömmliche Werbekampagnen.

Eine effektive Strategie für kostenlose Samples digitaler Musik sollte qualitativ hochwertige, lange Samples der vermarkteten Musik beinh alten, schlussfolgern die Forscher. Dies macht es wahrscheinlicher, dass der Verbraucher, der sich ein Sample anhört, das vollständige Produkt kauft, egal ob es sich um eine CD oder einen Track-Download handelt, anstatt ein Trittbrettfahrer zu sein.

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