Auswirkung einer Herzoperation auf die Beschäftigung

Auswirkung einer Herzoperation auf die Beschäftigung
Auswirkung einer Herzoperation auf die Beschäftigung
Anonim

Eine neue Studie, die in Congenital Heart Disease erschienen ist, vergleicht die Karrieren und langfristigen beruflichen Erfolge von Männern und Frauen, die wegen angeborener Herzfehler operiert wurden, mit denen der Allgemeinbevölkerung. Das Projekt hat Beweise erbracht, die zeigen, wie die Medizin Voraussetzungen für Menschen mit angeborenen Defekten schaffen kann, um ein erfolgreiches Leben zu führen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Überlebensraten und die Lebenserwartung von Patienten mit angeborenen Herzfehlern verbessert. Die medizinische Versorgung konzentriert sich nicht mehr nur auf die Überlebenschancen, sondern auf die soziale und psychische Anpassung des Patienten an den Alltag.Für viele Menschen ist ein wichtiger Aspekt der Genesung die Chance, eine angemessene Beschäftigung zu finden.

Die Ergebnisse zeigen, dass männliche Patienten seltener in Vollzeit als in Teilzeit beschäftigt waren. Dies war weitgehend abhängig von der Schwere der Erkrankung. Es wurden nur wenige Unterschiede in den Beschäftigungsmustern zwischen Patientinnen und der Allgemeinbevölkerung festgestellt.

Männer litten zudem viel stärker unter den psychischen Folgen ihrer Erkrankung als Frauen. Die Forscher fanden Hinweise darauf, dass Männer bei einer Reihe von psychologischen Maßnahmen deutlich besser bewertet wurden als weibliche Patienten; insbesondere Angst, Depression und Feindseligkeit.

Die Forscher glauben, dass die beruflichen Unterschiede auf unterschiedliche Erwartungen der Arbeitskräfte zurückzuführen sind. „Von Männern wird erwartet, dass sie berufstätig sind, insbesondere in Vollzeit, bei Frauen jedoch nicht in gleichem Maße“, sagt Dr. Siegfried Geyer von der Medizinischen Hochschule Hannover, Co-Autor der Studie. „Ihre Entscheidung, einen Teilzeitjob anzunehmen oder gar nicht zu arbeiten, entspricht eher konventionellen Normen.” So können Frauen und Männer Entscheidungen aus den gleichen Gründen treffen, aber die Konsequenzen in Bezug auf die Erwerbsbeteiligung können unterschiedlich sein.

Die Forscher glauben, dass Ärzte bei der Beratung einen angemessenen Optimismus über die Fähigkeit der Patienten zur Erfüllung beruflicher Anforderungen vermitteln sollten. Dies kann auch eine Verschiebung der beruflichen Ziele beinh alten. Die Ergebnisse zeigen, dass, selbst wenn die Patienten nicht den gewünschten Job bekamen, keine Unterschiede in der Arbeitszufriedenheit zwischen ihnen und der Allgemeinbevölkerung festgestellt wurden.

Erfreulicherweise zeigte sich, dass Patienten gute Karrierechancen und die gleichen Chancen auf eine berufliche Position hatten wie ihre Altersgenossen aus der Allgemeinbevölkerung.

„Grundlage der Beratung sollte nicht unbedingt der subjektive Gesundheitszustand der Patienten sein, da dieser stark von anderen Faktoren als der Schwere der Erkrankung beeinflusst wird“, sagt Geyer. „Stattdessen sollten Mediziner auch klinische Parameter berücksichtigen, die unabhängig von subjektiven Wahrnehmungen sind.”

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